Zum Inhalt

Sörmland Östergötland

Sörmland und Östergötland erstrecken sich zwischen Ostseeküste, Mälarsee und den großen Seen im Landesinneren. Die beiden Nachbarregionen bieten unterschiedliche Reiseformen: Im Osten prägen Schären, Hafenorte und Küstenwege die Route; weiter im Landesinneren liegen Städte, Schlösser und der Göta-Kanal. Am besten erkundet man die Region in einzelnen Etappen statt in einem langen Tagesausflug von Küste zu Küste.

Östergötland Götakanal Schweden Schleusen am Götakanal bei Berg Foto: © nordlicht verlag

Östergötland: Flussstädte und Göta-Kanal

Norrköping und Söderköping liegen in der östlichen Hälfte Östergötlands und setzen unterschiedliche Akzente. In Norrköping führt das Industrilandskap am Motala ström durch ehemalige Fabrikgebäude, die heute Kultur- und Museumsräume beherbergen. In Söderköping verläuft der Göta-Kanal mitten durch den Ort; an den Schleusen lässt sich der Kanalbetrieb aus nächster Nähe beobachten. Die Wege am Wasser eignen sich für einen Spaziergang, und eine längere Etappe kann zu Fuß, mit dem Rad oder auf einem Ausflugsschiff weiterführen.

Die Wasserroute verbindet mehrere Orte und Landschaften. In der Hauptsaison lassen sich Schleusungen beobachten; außerhalb der stark frequentierten Monate bleibt die Uferlandschaft ein Ziel für ruhige Spaziergänge und Radtouren. Norrköping vermittelt Industriegeschichte am Motala ström und liegt nahe der Bucht Bråviken.

Sörmland: Küste, Trosa und Schären

Die Ostseeküste von Sörmland reicht von Nyköping und Oxelösund bis zu kleineren Orten wie Trosa. In Trosa bilden der Fluss Trosaån, die niedrigen Holzhäuser und der Hafen einen kompakten Stadtkern; außerhalb des Zentrums führen Wege und Bootsverbindungen in die Schären. Stendörren zwischen Nyköping und Trosa bietet einen einfachen Zugang zu den vorgelagerten Inseln: Hängebrücken führen vom Festland zu mehreren Schären, markierte Wanderwege und Aussichtspunkte erschließen die Küstenlandschaft. Ein Besuch dort funktioniert ohne eigenes Boot, während weiter draußen liegende Schären mit Kajak oder Boot erreichbar sind.

Wer lieber eine Stadtetappe mit Hafen und Museum wählt, kann Nyköping und Oxelösund einplanen; für einen ruhigeren Spaziergang am Wasser bietet Trosa eine kleine Stadtlandschaft am Fluss. Der Küstenabschnitt ist nicht überall gleich erschlossen: Einige Gebiete lassen sich vom Festland aus erreichen, andere verlangen eine Bootsverbindung oder eine längere Route. Deshalb eignet sich ein eigener Küstentag besser als die spontane Ergänzung eines ohnehin vollen Stadttages.

Anzeige

Schlösser und Mälarsee

Weiter westlich führt die Reise zum Mälarsee und nach Mariefred. Dort liegt Schloss Gripsholm, eine von Gustav Vasa im 16. Jahrhundert errichtete Anlage mit historischen Innenräumen, Theater und staatlicher Porträtsammlung. Mariefred selbst lässt sich mit einem Spaziergang am Wasser verbinden. Auch kleinere Schlösser und Gutshöfe prägen Sörmlands Binnenland; sie ergänzen die Küstenroute um eine kulturelle Etappe.

Eine Route nach Interesse zusammenstellen

Für eine Reise mit Schwerpunkt Wasser passen Göta-Kanal und Ostseeküste gut zusammen, wenn man ihnen getrennte Tage gibt. Wer Stadtgeschichte und Architektur sucht, kann Norrköping mit Mariefred oder einem Schlossbesuch verbinden. Ein Naturtag lässt sich bei Stendörren planen, wo Hängebrücken und Wege den Archipel zugänglich machen. Nördlich schließt die Region Stockholm mit Mälarsee und Schärengarten an; südlich bietet Kalmar eine weitere Etappe am Kalmarsund. Für eine längere Ostseeroute passt auch Gotland. Eine Unterkunft in Schweden entlang der geplanten Route erleichtert es, Kanal, Küste und Mälarsee als unterschiedliche Tagesziele zu erleben.