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Gotland – Mittelalter, Küste und Naturwege

Unterkünfte in Gotland

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Gotland verbindet eine außergewöhnlich dichte Kulturgeschichte mit Küstenlandschaften, Rauken und zahlreichen Naturschutzgebieten. Wenn Sie zwischen Stadtbesichtigungen, ruhigen Wegen und Tagen am Wasser wählen möchten, bietet die Region sehr unterschiedliche Reiseerlebnisse. Visby war eine ehemalige Wikingersiedlung und vom 12. bis zum 14. Jahrhundert das wichtigste Zentrum der Hanse im Ostseeraum.

Visby zwischen Hansegeschichte und Kirchenruinen

Visbys Befestigungsanlagen aus dem 13. Jahrhundert sowie mehr als 200 Lagerhäuser und Kaufmannswohnhäuser aus derselben Zeit machen die Stadt zur am besten erhaltenen befestigten Handelsstadt Nordeuropas. Die Ringmauer ist etwa 3,5 Kilometer lang, etwa 11 Meter hoch und wurde 1288 fertiggestellt; 27 Bodentürme sind erhalten. Der Kruttornet gilt als ältester Turm der Ringmauer. Der Dom Sankta Maria ist die einzige mittelalterliche Kirche in Visby, die keine Ruine wurde. Die Drottens-Kirchenruine entstand um 1240 als Pfarrkirche für die Deutschen in Visby.

Das Gotlands Museum öffnet die Ruinen S:t Lars, Drotten und S:ta Karin zwischen Mai und September für Besucher. Im Fornsalen, Gotlands ältestem kulturhistorischem Museum, sehen Sie die einzigartigen Bildsteine der Insel und den Spillingsschatz, der als größter Silberschatz der Wikingerzeit weltweit gilt. Die Ausstellung „Skepp & skoj“ vermittelt Kindern und Familien spielerisch die Welt der Wikinger und der Seefahrt. Geführte Rundgänge führen zwischen mittelalterlichen Häusern, Kirchenruinen und Türmen der Ringmauer; weitere Stadtführungen behandeln das mittelalterliche Straßennetz, die Hansegeschichte und die Menschen, die in Visby lebten. Bei einer Führung steigen Sie außerdem in einen Keller unter einem Restaurant am Stora torget hinab, wo Überreste einer mittelalterlichen russischen Kirche und eines Friedhofs zu sehen sind. Eine weitere Führung stellt die offizielle Kunstsammlung im öffentlichen Raum und die inoffizielle Street-Art der Innenstadt vor. Der Botanische Garten der DBW wurde 1855 angelegt.

Küste, Rauken und Naturschutzgebiete

Gotland hat mehr als 100 Naturschutzgebiete. Zur Landschaft gehören efeubewachsene Wälder, Sandstrände und karge Felder mit Brandungspfeilern. An der Küste stehen Rauken, also durch natürliche Erosion während der letzten Eiszeit geformte Kalksteinmonolithen. Am Hang oberhalb von Klajvika finden Sie mehr als 50 dieser Formen; einige sind über 8 Meter hoch und wie Bildstatuen geformt. Das Langhammars-Naturschutzgebiet umfasst 480 Hektar, und in der Nähe seiner Feuchtgebiete sieht man häufig Ringelnattern.

Auf Fårö erstreckt sich das Naturschutzgebiet Digerhuvud entlang der Nordwestküste. Eine befestigte Straße macht seine verschiedenen Bereiche leicht erreichbar, darunter die Rauken. Das Naturschutzgebiet Slite skärgård ist mehr als 6.000 Hektar groß und Gotlands einziges Gebiet mit Schärencharakter. Besucher können es mit Boot oder Kajak erreichen. Auf der Insel Fjaugen gibt es einen Kai und alte Fischerhütten, die zur Übernachtung geöffnet sind. Stora Karlsö ist ein Brutgebiet für verschiedene Vogelarten, darunter Tordalken und Trottellummen.

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Wege für Rad, Wandern und eigene Entdeckungen

Gotland ist größtenteils flach und wird zum Radfahren empfohlen. Die Eksta-Küste ist eine Radroute in einem Naturschutzgebiet an der Westseite Gotlands und führt vom Fischerdorf Djupvik bis Hammarudden. Die Natur- und Kulturrunde beginnt in Visby, verläuft durch die gotländische Agrarlandschaft und führt zu zwei Naturschutzgebieten sowie zwei mittelalterlichen Kirchen.

Für längere Wandertage verbindet der 78 Kilometer lange Östkustenleden Anga mit Närsholm und führt durch acht Kirchspiele und acht Naturschutzgebiete. Der 30 Kilometer lange Klintkustleden zwischen Björkume und Hallshuk verläuft an Klippen, Feuchtgebieten und alten Fischerdörfern. Ein 7 Kilometer langer Pilgerweg verbindet Roma Kungsträdgård und Dalhem und ist ganzjährig zugänglich. Die App und Website Naturkartan.se bündeln zahlreiche Ausflugsziele und Wanderwege auf Gotland. Busse halten ganzjährig an mehr als 20 Naturschutzgebieten; im Sommer gibt es Verbindungen zu weiteren Gebieten.

Ländliche Kultur und gotländische Spezialitäten

Norrbys ist Gotlands erstes Kulturreservat und bewahrt ländliche Umgebungen aus den 1940er-Jahren. Ein markierter Natur- und Kulturpfad ist dort ganzjährig zugänglich. Jedes Jahr finden Mahltage statt, meist im Mai, wenn der Wasserstand im Teich hoch ist. Im Garten-Café gibt es traditionellen gotländischen Safranpfannkuchen. Die Schafhaltung auf Gotland reicht bis in die Wikingerzeit zurück; gotländisches Schaffleisch ist für seine Textur und seinen Geschmack bekannt. Der Burgundertrüffel reift auf Gotland im Übergang vom Herbst zum Winter. Auch Kattlunds in Grötlingbo verbindet Geschichte und Landschaft: Der Hof gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Höfen der nordischen Region und hat Ursprünge im 12. Jahrhundert. Sein markierter Natur- und Kulturpfad kann ganzjährig auf eigene Faust besucht werden.

Destination Gotland betreibt Fährverbindungen zwischen Visby und Nynäshamn beziehungsweise Oskarshamn. Für die weitere Orientierung können Sie auch diese Teilregionen betrachten: Burgsvik, Dalhem, Eksta, Fleringe, Gothem, Havdhem, Hejde, Hejdeby, Lummelunda, Lärbro, Slite, När, Ljugarn, Väte, Sanda, Hemse, Fårösund, Klintehamn, Tingstäde, Katthammarsvik, Lojsta, Vamlingbo, Stånga, Väskinde, Kappelshamn, Fröjel, Ronehamn, Lau, Fårö, Romakloster, Visby und Gotland.

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