Kappelshamn: Küste, Moore und Kultur auf Gotland
Unterkünfte in Kappelshamn
Kappelshamn verbindet die Landschaft der gotländischen Küste mit Mooren, Naturschutzgebieten und einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Für Ihren Aufenthalt bietet der Fischerort im Kirchspiel Hangvar damit verschiedene Schwerpunkte: Spaziergänge am Wasser, Beobachtungen in Feuchtgebieten, Einblicke in die Steinindustrie und Zeugnisse einer langen Siedlungs- und Hafengeschichte. Kappelshamn liegt in einem Gebiet wertvoller Kulturlandschaften, das zum Programm zur Pflege des Kulturerbes im Gotland County gehört.
Küste, Bucht und Wege durch die Natur
Der Badeplatz Kappelshamn västra ist ein etwa 200 Meter langer Steinstrand mit einzelnen Sandabschnitten. Eine andere Perspektive auf die Küste eröffnet der Weg am Ufer von Hallshuk nach Kappelshamn. Er führt in die Bucht hinein und bietet Ausblicke über die Kappelshamnsviken. In der näheren Umgebung von Kappelshamn gibt es am Fischerdorf Hallshuk Parkplätze direkt am Gelände, was die Orientierung für einen Ausflug zu diesem Küstenabschnitt erleichtert.
Das Naturschutzgebiet Hall-Hangvar erstreckt sich bis zur Kappelshamnsviken. Es besteht überwiegend aus Kiefernwald und ist reich an verschiedenen Feuchtgebieten. Dort gibt es Möglichkeiten zum Küstenwandern, für botanische Spaziergänge und zur Vogelbeobachtung. In der Kappelshamnsviken brütet häufig die Reiherente (Aythya fuligula). Die Verbindung aus Wald, offenen Feuchtflächen und Wasser macht den Bereich besonders interessant, wenn Sie Natur nicht nur vom Strand, sondern auch auf Wegen und bei genauer Beobachtung erleben möchten.
Moore, Quellbach und Vogelbeobachtung
Etwa 2 Kilometer südwestlich von Kappelshamn liegt das 180 Hektar große Restmoor Träskmyr. Im Naturschutzgebiet Träskmyr gibt es östlich von Gardträsk einen Vogelturm. Er ist von einem Damm aus über einen teilweise mit Bohlen ausgelegten Weg erreichbar. Das Naturschutzgebiet Vitärtskällan liegt in der näheren Umgebung von Kappelshamn an der Ostseite der Kappelshamnsviken. Dort können Sie an einem gewundenen Quellbach entlangwandern und Orchideen sowie andere Pflanzen der Quellmoore beobachten.
Geschichte und gotländische Arbeitswelt
Auch die Ortsgeschichte gehört zum Bild von Kappelshamn. Im westlichen Wiesenbereich befinden sich ausgedehnte Gräberfelder aus der jüngeren Eisenzeit. Archäologische Prospektionen ergaben außerdem Spuren von Hafenaktivitäten. Funde von Porzellan, Münzen und Rotgut wurden auf die frühe Neuzeit, etwa 1550–1700, datiert. Kartenspuren scheinen auf den Standort einer mittelalterlichen Kapelle hinzudeuten; möglicherweise gab es dort auch ein kleineres Fischerdorf.
In der näheren Umgebung stellt das Bläse Kalkbruk Museum die Steinindustrie Gotlands sowie das Leben und die Arbeitsbedingungen der Arbeiter dar. Ebenfalls in der näheren Umgebung bietet Bläse Stentåget eine historische Zugfahrt mit Lokomotive und Steinwagen zu einem heute mit Wasser gefüllten ehemaligen Steinbruch. Die Hin- und Rückfahrt dauert etwa 40 Minuten, die Strecke ist 1,7 Kilometer lang. Damit lässt sich die Geschichte der Steingewinnung nicht nur im Museum, sondern auch auf einer kurzen historischen Bahnstrecke nachvollziehen.
Lokale Treffpunkte und weitere Ortsseiten
Die Anlage Snäckersvallen bietet neben dem Fußballplatz Flächen für Varpa, Boule, Brännboll und weitere Aktivitäten. Der Gästehafen Kappelshamn Gästhamn verfügt über 10 Gästestellplätze. Während der Sommersaison serviert das Kappelshamns Veranda Fika, Speisen und Getränke. Für weitere Vergleiche auf Gotland können Sie auch Lummelunda, Väskinde, Slite, Fårö, Fårösund, Burgsvik, Katthammarsvik und Ljugarn ansehen.
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