Tingstäde: Festung, Wasser und Kultur auf Gotland
Unterkünfte in Tingstäde
Tingstäde verbindet Wasserlandschaft, Natur und eine ungewöhnlich dichte Kulturgeschichte. Rund um den Tingstäde träsk reichen die Themen von der Tingstäde Fästning und der mittelalterlichen Kirche bis zu Orchideen, einer Naturquelle und historischen Höfen. Damit lässt sich Ihr Aufenthalt je nach Interesse unterschiedlich gestalten: mit einem Schwerpunkt auf gotländischer Geschichte, mit Ausflügen ans Wasser oder mit kurzen Naturerlebnissen.
Festung und Geschichte von Tingstäde
Die Tingstäde Fästning besteht aus fünf Schanzen. Besonders Skans 1 verfügt über viele Räume und lange unterirdische Gänge. Die Festung war rechtzeitig zum Ersten Weltkrieg fertiggestellt und bildet damit einen eigenen historischen Schwerpunkt des Ortes. Die hölzernen Überreste des Bulverket sind dagegen von der Wasseroberfläche und aus der Luft zu sehen. So begegnen Ihnen in Tingstäde unterschiedliche Formen von Geschichte: befestigte Anlagen und Spuren am Wasser.
Auch die Tingstäde kyrka steht für die lange Vergangenheit des Ortes. Ihr Turm wurde um 1300 fertiggestellt und ist 55 Meter hoch. In Tingstäde befand sich außerdem der historische Gerichtsplatz für Nordgotland. Die Kirche war eine von drei Asylkirchen auf Gotland, in denen ein Totschläger 40 Tage lang Schutz erhalten konnte. Tingstäde gilt daher als uraltes Kulturland, dessen Geschichte nicht auf ein einzelnes Bauwerk begrenzt ist.
Wasser am Tingstäde träsk
Wenn Sie während Ihrer Reise Zeit am Wasser einplanen möchten, bietet der Badeplatz am Tingstäde träsk einen kurzen Sandstrand und eine Steganlage. In Tingstäde können Sie außerdem Kajaks und Boote mieten, um das Tingstäde träsk zu erkunden. Der See erscheint dabei nicht nur als Landschaftskulisse: Am Ostufer liegen auch naturkundlich interessante Bereiche. Dort gibt es günstige Wachstumsbedingungen für 27 Orchideenarten.
Am Ostufer des Tingstädeträsk befindet sich Grodvät, ein 37 Hektar großes Naturschutzgebiet und Natura-2000-Gebiet. Für eine Reise mit unterschiedlichen Interessen können Sie damit Wasser, geschützte Natur und Kulturgeschichte in derselben Ortsumgebung thematisch verbinden, ohne den Aufenthalt auf ein einziges Ausflugsziel zu beschränken.
Historische Höfe und Wege
Polhemsgården war das Elternhaus, in dem der Erfinder Polhem seine Kindheit verbrachte. Hinter Polhemsgården beginnt ein Naturpfad zur Quelle Kutkäldu. Kutkäldu ist eine Naturquelle mit einer Schutzhütte. Diese Verbindung aus historischem Hof, Weg und Quelle gibt Ihrem Aufenthalt einen klaren landbezogenen Schwerpunkt. Danielssons Torp ergänzt das Bild: Es handelt sich um ein restauriertes Armenhäuschen mit Ursprüngen im frühen 18. und 19. Jahrhundert.
Weitere Kulturorte und Anreise
Zur örtlichen Geschichte gehören auch das Gotlands Försvarsmuseum, das heute in mehreren Gebäuden der Förrådsgården untergebracht ist, und das Havremagasinet. Das Havremagasinet wurde 1902 als Getreidespeicher errichtet. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Buslinie 20 relevant: Sie fährt in Richtung Visby und Fårösund und ist in Tingstäde über drei Bushaltestellen erreichbar.
Wenn Sie neben Tingstäde weitere Orte für Ihre Reiseplanung vergleichen möchten, finden Sie auch Stenkyrka, Sanda, Gothem, Kappelshamn, Hemse, Klintehamn, Vamlingbo und Ronehamn.
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