Fårö – Rauken, Dünen und Kultur
Unterkünfte in Fårö
Fårö verbindet markante Naturformen mit einer vielschichtigen Kulturgeschichte. Mehrere Orte zeigen dabei sehr unterschiedliche Seiten von Fårö, ohne dass die Landschaft auf ein einziges Urlaubsthema festgelegt werden muss.
Rauken, Dünen und Küste
Das Naturschutzgebiet Langhammars umfasst 480 Hektar. Oberhalb von Klajvika bei Langhammars stehen mehr als 50 Rauken, von denen einige höher als 8 Meter sind. Diese eigentümlichen Felsformen geben dem Gebiet einen klar erkennbaren Charakter und gehören zu den markantesten Landschaftselementen von Fårö.
Das Naturschutzgebiet Digerhuvud erstreckt sich entlang der nordwestlichen Küste von Fårö. Einen anderen Landschaftseindruck vermittelt Ullahau: Die große, hufeisenförmige Düne erhebt sich etwas mehr als 15 Meter über ihre Umgebung. Die offenen Sandflächen bieten einen Lebensraum mit einer ungewöhnlich artenreichen Insektenfauna wärmeliebender Trockenlandarten.
Auch Skalahauar verbindet Naturbeobachtung und Bewegung. Der Ort lädt zu Spaziergängen durch eine eigentümliche Dünenlandschaft ein, die aus unterschiedlich geformten und großen Sandhügeln und Dünen besteht. Die höchste Düne erreicht etwas mehr als 15 Meter. Skalahauar ist außerdem Lebensraum mehrerer in Schweden sehr seltener und vom Aussterben bedrohter Insektenarten.
Fährverbindung, Kulturweg und Geschichte
Die Fährverbindung Fårösundsleden verkehrt zwischen Fårösund im Norden Gotlands und Broa auf Fårö. Broa ist zugleich der Ausgangspunkt des Fårö Kulturväg, der bis nach Gåsemora führt. Entlang dieses Weges zeigt eine Steinmauer, wie die landwirtschaftliche Landschaft vor dem Übergang zur großflächigen Landwirtschaft aussah, organisiert war und genutzt wurde. Damit verbindet der Kulturweg konkrete Landschaftsbilder mit der Geschichte ihrer Nutzung.
Am Fårö-Leuchtturmplatz bewahren mehrere Gebäude für unterschiedliche Zwecke den Charakter einer ehemaligen abgeschlossenen Miniaturgemeinschaft. Das Fårö Museum verfolgt die Geschichte der Insel von den ersten Siedlern über die Wikingerzeit und das Mittelalter bis zur Gegenwart. Es stellt außerdem eine Frau aus der Wikingerzeit mit ihrem silbernen Fårö-Kreuz heraus.
Ein weiteres historisches Detail finden Sie in der Fårö kyrka: Dort befindet sich die große „Käutatavlan“. Sie wurde nach einer Seehundjagd gestiftet, bei der 1603 fünfzehn Jäger auf einer Eisscholle abgetrieben wurden. Die Geschichte gibt dem Kirchenraum einen konkreten Bezug zu früheren Lebensbedingungen und zur Beziehung der Bevölkerung zum Meer und zum Eis.
Bergman, Gamla Hamn und lokale Küche
Das Bergman Center auf Fårö ist ein Kulturzentrum, das dem schwedischen Filmregisseur und Schriftsteller Ingmar Bergman gewidmet ist. Zum Programm gehören Seminare, Filme, Aufführungen und Touren wie die „Big Bergman Safari“. Wer Fårö auch über Film und Literatur kennenlernen möchte, findet hier einen eigenständigen kulturellen Schwerpunkt.
Gamla Hamn ist heute ein Naturreservat mit Rauken und wikingerzeitlichen Überresten. Der bekannteste Rauke bei Gamla Hamn ist Kaffepannan, auch Hunden genannt. Für eine kulinarische Ergänzung steht das Restaurant in Stora Gåsemora: Für seine Speisekarte verwendet es lokale Erzeugnisse und saisonale Zutaten.
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