Ljugarn – Küste, Wanderwege und Museen
Unterkünfte in Ljugarn
Ljugarn verbindet einen etwa einen Kilometer langen Sandstrand mit Küstenwanderungen, kurzen lokalen Wegen und einer ungewöhnlich dichten Sammlung kulturhistorischer Orte. Wenn Sie für Ihren Schwedenaufenthalt Natur und regionale Geschichte miteinander verbinden möchten, lässt sich der Ort sowohl über die Küste als auch über seine Museen und historischen Gebäude entdecken.
Strand, Rauken und Wege am Wasser
Der Sandstrand von Ljugarn ist etwa einen Kilometer lang. Eine Rollstuhlrampe am Campingplatz Ljugarn führt bis zum Strand hinunter. Für eine längere Tour bietet sich der etwa 12 km lange Küstenwanderabschnitt zwischen Ljugarn und Folhammar an. Durch Ljugarn verläuft außerdem der 73 km lange Küstenwanderweg Östkustleden, der entlang der Küste zwischen Anga und Närsholm führt. Damit können Sie zwischen einer kürzeren Wanderung am Ort und einem längeren Abschnitt eines überregionalen Weges wählen, ohne beide Strecken miteinander zu verwechseln.
Im weiteren regionalen Umfeld von Ljugarn liegt das Naturschutzgebiet Folhammar gut einen Kilometer nordöstlich. Dort erstreckt sich ein 500 m langes Raukfeld mit zahlreichen bis zu 6 m hohen Rauken. Das Gebiet ist über einen befestigten Weg mit Kinderwagen und Rollstuhl erreichbar; angepasste Grillplätze ermöglichen den Zugang zu den Rauken aus nächster Nähe. Für kleinere Ausflüge innerhalb Ljugarns gibt es vier lokale Wanderwege mit Längen zwischen 3 und 9 km sowie eine kürzere Runde von 1,7 km. Entlang der Wege stehen Ruhebänke und teilweise Rasttische. Die Wege sind leicht zu begehen und für alle Wandernden geeignet.
Museen und historische Gebäude
Ljugarn war Gotlands erster Badeort. Rund um den Hafen liegen vier kleine Museen, die verschiedene Seiten der lokalen Geschichte zeigen. Das Strandridarebostället ist ein staatliches Baudenkmal und beherbergt ein Zollmuseum. Die Strandridaregården wurde vermutlich in den 1720er-Jahren errichtet und ist die letzte auf Gotland im Originalzustand erhaltene Strandridaregård. In ihrem Obergeschoss befindet sich Schwedens einziges stationäres Zollmuseum.
Das Strandbygdsmuseum ist in einem ehemaligen großen Hafenlager der Gotländska Lantmännens Centralförening untergebracht, das 1896 erbaut wurde. Die Dauerausstellung zeigt Fotografien des Gotland-Forschers Mathias Klintbom aus dem Kirchspiel Lau vom Anfang des 20. Jahrhunderts sowie Gegenstände aus der küstennahen Fischerei. So erhalten Sie neben Gebäuden und Sammlungen auch einen Einblick in die frühere Arbeits- und Küstenkultur der Region.
Auf dem Lotsbacken steht die Bockwindmühle am höchsten Punkt der Landzunge. Sie wurde 1828 errichtet und war für die Nutzung durch die Lotsen bestimmt. Eine weitere Besonderheit ist das Fossilmuseet mit seiner einzigartigen Sammlung gotländischer Fossilien. Die einzelnen Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Zollgeschichte, Hafenwirtschaft, Fischerei, Seefahrt und die geologische Vergangenheit Gotlands.
Weitere Aktivitäten in Ljugarn
Zum örtlichen Angebot gehört außerdem Surfen. Der Ljugarns GK ist ein Neun-Loch-Waldgolfplatz, der vom Architekten Jan Sederholm entworfen wurde. Damit stehen neben Strand und Wanderwegen auch sportliche Aktivitäten zur Auswahl, während die Museen und historischen Gebäude einen ruhigeren Zugang zur Geschichte des Ortes eröffnen.
Weitere Orte zur Orientierung sind Sanda, Vamlingbo, Hemse, Hejde, Gothem, Lummelunda, Dalhem und Fårösund.
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