Göta Kanal – ein technisches Denkmal mit touristischem Wert

Schleusencafe am Götakanal
Schleusencafe am Götakanal
(4.5) Bewertungen: 2

Einst zeugte der Bau von der Weitsicht der schwedischen Herrscher. Die direkte Verkehrsverbindung zwischen dem Raum Stockholm und der westschwedischen Metropole Göteborg sollte nicht vom Sundzoll abhängig sein, den die wenig geliebten Nachbar Dänemark im Öresund erhoben. Zwischen 1810 und 1832 entstand der Kanal, und geriet damit bereits in das Zeitalter der Eisenbahn, die eine solche Entfernung billiger und schneller zurücklegen konnte. Heute ist der Kanal nur noch eine touristische Attraktion.

Der Kanal

Der Ort Mem im südlichen Stockholmer Schärengebiet gilt als der östliche Endpunkt des Kanals, der nicht nur zwei Meere, sondern auch acht Seen miteinander verbindet, ehe er auf dem Götaälv, dem Abfluss des Vänersees, Göteborg erreicht. Er verläuft durch Vättersee und Vänersee und nutzt die vorhandenen Gewässer geschickt aus. Dennoch blieben 87 neu gegrabene Kilometer im östlichen Abschnitt zwischen Küste und Vättersse sowie zwischen Vätter- und Vänersee. 58 Schleusen überbrücken einen Höhenunterschied von insgesamt 91 Metern, 50 Brücken führen über ihn hinweg. Schiffe bis zu einer Breite von sieben, einer Länge von 22 und einem Tiefgang von 2,82 Meter können den Kanal passieren. Sjötorp am Ostufer des Vänersees gilt als der westliche Endpunkt des Kanals, der bis dorthin 191 Kilometer hinter sich hat.

Sehenswertes

Am Kanal liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten, so bietet der Göta Kanal eine attraktive Reiseroute ab Göteborg durch Westschweden oder weiter bis ganz nach Stockholm. Denn egal, ob bei einer Fahrt mit einem gecharterten Boot oder mit einem nostalgischen Dampfer, einer Fahrradtour, einem Spaziergang oder ein paar Schwimmzügen – der Kanal lässt sich von vielen Seiten erkunden. Bei Lyrestad, rund um die Schleusen von Norrkvarn, bietet ein Erlebnispark Abenteuer für die ganze Familie. Unter anderem lässt sich hier eine Miniaturausgabe des Göta Kanals bestaunen. Entlang der Kanalabschnitte warten idyllische und autofreie Fahrradwege darauf, entdeckt zu werden. Und für die Pausen zwischendurch gibt es zahlreiche einladende Cafés und Restaurants, die einen perfekten Blick auf das Geschehen auf dem Kanal bieten. Die Passagierschiffe, die den Kanal zwischen Stockholm und Götebirg befahren, sind zum Teil mehr als 100 Jahre alt.

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visitsweden.de / nordlicht verlag

Foto: © Niklas Albinsson

Datum: 29.04.2015

Deine Meinung

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Kommentar (1)

Gustav


4 von 5

(05.05.2015)

Ich bin schon oft am Kanal gewesen. Einmal mit dem eigenen Boot die ganze Strecke gefahren - das war traumhaft.... Und heute mache ich noch regelmäßig Stops an Schleusen, wenn ich mit dem Auto dran vorbei fahre. Er strahlt eine unheimliche Ruhe aus!

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