Säter: Schluchtental, Bergbaugeschichte und Holzstadt

Säter verbindet ein markantes Schluchtensystem mit schwedischer Bergbaugeschichte und einer gut erhaltenen Holzstadt. Besonders deutlich wird dieser Gegensatz zwischen Natur und Kultur in Säterdalen: Das fünf Kilometer lange Schluchtensystem ist für seine einzigartige Natur bekannt. Ein sechs Kilometer langer Wanderweg verläuft in eine Richtung am Ljusterån entlang durch das gesamte Tal. Der Ortskern von Säter ergänzt diesen Naturraum um historische Straßen, Museen und regionale Kultur.

Naturerlebnisse in Säterdalen und Bispberg

An den Hängen der Schlucht von Säterdalen wächst ein dschungelähnlicher Laubwald mit hohem biologischem Wert und großer Artenvielfalt. Der Abschnitt zwischen Norddalen und Almbacken ist barriereangepasst und kann mit Rollstuhl und Kinderwagen sowie von sehbehinderten Menschen genutzt werden. Vom Bahnhof Säter aus ist Säterdalen zu Fuß erreichbar; der Zugang führt einige hundert Meter entlang der Kungsvägen nach Norden.

Weitere Landschaftsbilder liegen im Umfeld von Solvarbo und Bispberg. Die Solvarboravinen ist an manchen Stellen bis zu 30 Meter tief. Bei Solvarbo steht außerdem die steinerne Bogenbrücke Hyttbäcksbron, die aus den Jahren 1868 bis 1870 stammt. Von der Brücke führen Wanderwege bis nach Säterdalen und Bispberg. Im Naturschutzgebiet Bispbergs Klack ist alter Wald erhalten. Ein kurzer Waldspaziergang führt zu einem Aussichtspunkt, von dem sich große Teile des südlichen Dalarna überblicken lassen. Bispberget gilt als Dalarnas bedeutendster Berg mit südlicher Flora.

Silberbergbau, Wege und regionale Geschichte

Die Silverringen ist eine Kulturroute durch die reizvollen und geschichtlich geprägten Bergbauregionen von Silvberg und Säter. Zu ihr gehören fünf besonders sehenswerte und hergerichtete Besuchsorte: Jönshyttan, Östra Silvberg, Grängshammar, Ulfshyttan und Bispberg. Entlang der Route lässt sich nachvollziehen, wie der jahrhundertealte Bergbau mit Gruben, Hüttenwerken und Hammerwerken historisch verdichtete Orte in einer naturschönen Umgebung geprägt hat.

Auch in Sördalen sind Spuren dieser Geschichte sichtbar. Dort können Sie eine Rekonstruktion des Wasserrads von Säterkonsta und einen Teil des Kunstgangs sehen. Wer die Region auf naturnahen Wegen erkunden möchte, findet mit der Säter MTB Arena rund um Säter mehrere Meilen an natürlichen und angelegten Wegen.

Holzstadt und Museen

Säter erhielt 1642 von Königin Kristina die Stadtrechte. Der damals angefertigte Stadtplan zeigt ein charakteristisches Raster, das dem heutigen Stadtplan entspricht. Trästaden Säter ist als Gebiet von nationalem Interesse für die Erhaltung des Kulturerbes eingestuft und gehört zu den am besten erhaltenen Holzstädten Schwedens. In den alten Gassen gibt es Restaurants und Geschäfte.

Zu den markanten Bauwerken gehört Säters kyrka. Der Bau der heutigen Kirche begann 1778; sie ist im neoklassizistischen Stil errichtet. Im Inneren befinden sich zwei mittelalterliche Christusbilder aus der früheren Dalsby-Kapelle. Das Mentalvårdsmuseet befindet sich in einer ehemaligen Station des 1912 eröffneten Krankenhauses von Säter. Als psychiatriehistorisches Museum zeigt es die Lebensbedingungen von Patienten und Personal am Krankenhaus von 1912 bis in die 1980er- und 1990er-Jahre. Lundgrens bewahrt die ehemalige Rahmenleistenfabrik in Gustafs und die historischen Sammlungen, die bei der Einstellung der Rahmenleistenproduktion an den Verein übergeben wurden.

Das Hembygdsmuseet Åsgårdarna umfasst 23 Gebäude. Die ältesten stammen aus dem 17. Jahrhundert und sind wie ein Dorf angeordnet. Zu den Dauerausstellungen gehören Krukmakeriverkstaden und Smedjan. Im Stora Skedvi Hembygdsgård erwarten Sie ein Sommercafé, geöffnete Museen und Ausstellungen. Zum Gelände gehören außerdem die denkmalgeschützte Kaplansgården, ein Museum mit landwirtschaftlichen Geräten und ein kinderfreundliches Schulmuseum.

Ein regionaler Geschmack

Im Stora Skedvi außerhalb von Säter backt Skedvi Bröd Knäckebrot traditionell in mit Fichten- und Kiefernholz befeuerten Öfen. Damit reicht der regionale Charakter von Säter von Waldwegen und Schluchten über Bergbauorte und Holzhäuser bis zu handwerklich geprägter Esskultur.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dalarnas Län.

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