Säter – Holzstadt, Bergbaukultur und Natur

Säter verbindet schwedische Holzstadtgeschichte mit Schluchten, Bergbaukultur und Radrouten durch die Landschaft. Die Trästaden Säter ist eine der am besten erhaltenen Holzstädte Schwedens und als Kulturmilieu von nationalem kulturhistorischem Interesse eingestuft. Dadurch steht im Ort nicht nur ein einzelnes Museum im Mittelpunkt: Das historische Stadtbild lässt sich mit weiteren Zeugnissen der regionalen Industrie- und Alltagsgeschichte verbinden.

Holzstadt und Bergbaugeschichte

Für die selbstständige Erkundung der Trästaden Säter gibt es einen Rundgangsführer auf Schwedisch, Englisch und Deutsch. Eine weitere historische Orientierung bietet die Stadtkarte von Säter aus dem Jahr 1642. Darauf sind drei Vattugränder zu sehen – offene Wege zwischen den bebauten Grundstücken hinunter zum Ljusterån.

Die Kulturschleife Silverringen führt durch die Bergbaugebiete von Silvberg und Säter. Auf ihr wird sichtbar, wie ein jahrhundertealter Bergbau mit Gruben, Hüttenwerken und Hammerwerken historisch verdichtete Orte in einer naturnahen Umgebung geprägt hat. In Sördalen sind heute eine Rekonstruktion eines Wasserrads und ein Teil der Konstgången zu sehen. Auch die Gruvkonsten gehört zu diesem Zusammenhang: Sie übertrug mithilfe eines Wasserrads Kraft auf das Bergwerk Bispberg und galt im 18. Jahrhundert als eines der sieben Wunder von Dalarna.

Das Mentalvårdsmuseet befindet sich beim Krankenhaus von Säter. Es erzählt von der Zeit, in der ein großer Teil der psychiatrischen Versorgung in großen psychiatrischen Krankenhäusern stattfand, und dokumentiert die Lebensbedingungen von Patientinnen und Patienten sowie des Personals am Krankenhaus von Säter von 1912 bis in die 1980er- und 1990er-Jahre. Im Heimatmuseum Åsgårdarna sind 23 Gebäude wie ein Dorf angeordnet; die ältesten stammen aus dem 17. Jahrhundert. Zu den Dauerausstellungen gehören „Krukmakeriverkstaden“ und „Smedjan“.

Säterdalen und Wege in der Umgebung

Säterdalen ist ein fünf Kilometer langes Schluchtensystem zwischen der Stadt Säter und dem Dalälven. Der Naturraum weist hohe biologische Werte und eine große Artenvielfalt auf. Am Gruvplan beim Haupteingang zu Säterdalen gibt es einen großen kostenlosen Besucherparkplatz und daneben eine Toilette. Für eine weitere Aussicht führt ein kurzer Waldweg zum Aussichtspunkt von Bispbergs Klack, der sich 315 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Am Eingang zum Bispbergs Klack beginnen markierte Wanderwege.

Im Umfeld von Säter ist Solvarboravinen ein Seitenarm der bekannteren Säterdalsravinen mit Wanderwegen. Bei Solvarbo steht außerdem die Hyttbäcksbron, eine steinerne Bogenbrücke, die 1868–1870 erbaut wurde. Diese Orte ergänzen die Schluchten- und Bergbaugeschichte um konkrete Landschafts- und Bauzeugnisse.

Radtouren für unterschiedliche Tage

Die Ljusternrundan beginnt und endet am Gruvplan in Säter und führt rund um den See Ljustern an mehreren Badestellen und Grillplätzen vorbei. Die Radtour ist familienfreundlich und für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Für Mountainbike-Tage bietet die Säter MTB-arena ein stadtnahes Erholungsgebiet mit mehreren Meilen natürlicher und angelegter Wege in der Umgebung. Söta Säter XC beginnt am Freizeitzentrum von Säter und ist eine kurze, leicht zu fahrende Strecke für jüngere und ältere Radfahrende.

Auch ein Abstecher nach Stora Skedvi gehört zum regionalen Bild: Im Umfeld von Säter vereint Skedvi Bröd eine Markthalle, ein Restaurant und eine Knäckebrotbäckerei unter einem Dach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Säter.

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