Per Helikopter ins Fjäll

Fjällwandern
Fjällwandern
(4) Bewertungen: 1

Wer denkt, die schwedische Hauptstadt Stockholm liegt in der „Mitte“ des Landes, wird nach der Fortsetzung der Reise in den Norden eines Besseren belehrt, denn es ist nur etwa ein Drittel der Strecke, die der deutsche Urlauber in das wilde Nordschweden zurücklegen muss. Dafür wird er mit einer der letzten „Wildnisse“ Europas entlohnt. Wilde, unverbaute Flüsse, dichte Wälder, kahle Gras- und Mossflächen, steile Felswände und mittendrin eine Vielzahl kleiner Seen – das ist Nordschweden, oder Norrland, in Schweden gleichzeitig die größte der drei traditionellen Regionen Svealand, Götaland und Norrland. Die „richtige“ Wildnis, das sind die Nationalparks im Gebirge nahe der norwegischen Grenze. Auch in diese Region führt der landesweite Wanderweg „Kungsleden“ (Königsweg). Um die Passage zu erleichtern, haben sich die nordschwedischen Touristikanbieter etwas einfallen lassen.

Verkürzte „Anfahrt“ per Helikopter

Wer Teile des berühmten Wanderwegs Kungsleden zu Fuß entdecken möchte, muss dafür nun nicht mehr seinen gesamten Urlaub verplanen. Denn das schwedische Unternehmen TopHeli weitet in diesem Sommer seinen Service in Sachen Heliflüge ins Vindelfjäll in der Region Västerbotten aus: Jeweils donnerstags und sonntags gibt es nun feste Linienflüge von Hemavan zu den Berghütten Viterskalsstugan (600 SEK p. P. /ca. 65 Euro), Tärnasjöstugan (1000 SEK p. P./ca. 108 Euro) und Ammarnäs (1500 SEK p. P./ca. 163 Euro). Auf Wunsch werden auch andere Berghütten des Schwedischen Touristenvereins STF entlang des Kungsleden angeflogen. Damit können nun auch Teile der 6-tägigen Tour zwischen Hemavan und Ammarnäs erwandert werden – wahlweise in drei oder auch nur einer Tagesetappe. Und auch für Fans des Trendsports Trailrunning gibt es ein neues Angebot: Ab 350 SEK (ca. 38 Euro) können sich die Läufer an einer ausgesuchten Stelle in der Wildnis „aussetzen“ lassen, um von dort über Stock und Stein zurück zu rennen. Wer es lieber etwas ruhiger mag, kann den Kungsleden oder auch andere Routen natürlich nach wie vor genüsslich in seinem eigenen Tempo erwandern. Rund um Ammarnäs wurden Mitte Juni beispielsweise etwa 70 km neue Wanderwege sowie insgesamt 200 km umfassende Rundwanderwege eingeweiht. Zahlreiche Wandervorschläge für die schönsten Routen der Region Västerbotten gibt es unter www.visitvasterbotten.se/de.

visitsweden.de / nordlicht verlag

Foto: © Sam Hedman/visitvasterbotten.se

Datum: 26.06.2015

Deine Meinung

Bewertung (5 ist super, 1 ist nicht so toll):  

Kommentar (0)

Keine Kommentare

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

Wintersport – die schwedische Alternative
In Deutschland macht der Winter wohl eine längere Pause, es ist nicht abzusehen, wann die traditionellen Wintersportgebiete wieder mit Naturschnee aufwarten können. Wem die höheren Alpengebiete zu weit entfernt oder zu überlaufen sind, für den bieten sich sogar in Mittelschweden Alternativen an. In den Gebirgen nördlich von Stockholm ist auf den Winter Verlass.
Vier Nationalparks in Småland
Wer ursprüngliche Natur in Schweden erleben will, braucht dazu nicht bis in den Norden fahren. Die historische Region Småland im südlichen Teil erweist sich als „Schweden im Kleinformat“. Hier gibt es urwüchsige Wälder, zahlreiche Seen und viel Wald mit Felsen – also das klassische schwedische Naturmodell.
Musical zum Jubiläum
Schweden, unser Nachbar im Norden, ist aus sehr vielen Gründen in Deutschland beliebt. Die vielfältige Natur lockt zahlreiche Touristen, aber auch Geschichte und Kultur Schwedens sind uns Deutschen geläufig. Eine Mischung aus beiden sind die Bücher von Astrid Lindgren.