Falun
Falun liegt im Herzen Dalarnas und verbindet ein historisches Bergbaurevier mit einer lebendigen Stadt und Zielen in der Umgebung. Das UNESCO-Welterbe umfasst die Kupfergrube, das im 17. Jahrhundert geplante Stadtzentrum und weitere Industrie- und Wohnstätten in der Landschaft. Damit erzählt nicht nur die Falu Gruva von der Geschichte des Kupfers: Auch Holzhäuser, frühere Bergmannssiedlungen und Halden gehören zum weitläufigen Kulturerbe. Wer Dalarna weiter erkundet, kann Falun mit Borlänge, Rättvik und Mora verbinden.
Blick auf Falun
Foto: © wikipedia / Sgruenig
Falu Gruva und Stora Stöten
Die Kupferproduktion ist in Falun mindestens seit dem 13. Jahrhundert belegt. Ihr sichtbarstes Zeichen ist Stora Stöten, der große Tagebruch am Grubengelände. Nach einem Einsturz im Jahr 1687 blieb eine fast hundert Meter tiefe Öffnung zurück; der Abbau der Kupfergrube endete mit der letzten Sprengung am 8. Dezember 1992. In den historischen Gebäuden und der Landschaft sind verschiedene Kapitel der Arbeit unter Tage erhalten. Das Gruvmuseum ergänzt den Rundgang um Stora Stöten mit einer interaktiven Ausstellung zu Bergleuten, Technik und der Rolle des Kupfers für Schweden und Europa. Dort können Besucher etwa das Gewicht von Kupfererz ausprobieren und nachvollziehen, wie die Arbeit unter Tage organisiert war. Führungen in der Grube werden fast das ganze Jahr über angeboten; das Museum hat in der Hauptsaison täglich geöffnet und außerhalb davon vor allem an Wochenenden und in den Schulferien. Der Umfang des Besuchs hängt damit von Jahreszeit und gewähltem Ticket ab.
Stadtbild und Dalarnas Museum
Faluns historisches Zentrum gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe. Der geplante Stadtkern des 17. Jahrhunderts und die alten Holzhäuser der Bergleute machen sichtbar, dass die Grube die Wohn- und Arbeitswelt der Stadt gemeinsam geprägt hat. Im zentral gelegenen Dalarnas Museum führt der Blick von der Kunstgeschichte der Provinz bis zu ihren Alltagskulturen: Zu sehen sind unter anderem traditionelle Trachten, Dala-Malerei, Dalapferde, Werke von Künstlern aus Dalarna und Selma Lagerlöfs Bibliothek. Neben den Dauerausstellungen gibt es jährlich wechselnde Präsentationen; die Textil- und Trachtensammlung erzählt etwa von Kleidung im Alltag und an Festtagen. Das Museum liegt nahe dem Faluån und etwa einen Kilometer vom Bahnhof entfernt, sodass sich ein Besuch gut mit einem Stadtspaziergang verbinden lässt.
Carl Larsson-gården in Sundborn
Östlich von Falun liegt in Sundborn Lilla Hyttnäs, das gemeinsame Künstlerhaus von Carl und Karin Larsson. Carls Bilder und Karins textiles und gestalterisches Werk prägen die farbige Einrichtung. Das Innere wird ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigt; die Touren dauern ungefähr 45 Minuten und werden ganzjährig angeboten. Wer sich mehr Zeit nimmt, kann die Ausstellung in der Konsthallen Kvarnen selbstständig besuchen oder während der Öffnungszeiten den Garten erkunden. Für den Rundgang durch das Haus empfiehlt sich eine Vorbuchung, da der Zutritt an die geführten Termine gebunden ist.
Lugnet: Schanzen und Wintersport
Am Sportareal Lugnet prägen zwei große Skisprungschanzen Faluns Silhouette. Die Anlage umfasst außerdem kleinere Jugendschanzen und ein Skistadion für nordische Wettkämpfe. Die Türme der beiden großen Schanzen sind für Besucher geschlossen; von außen bleiben sie dennoch ein markanter Orientierungspunkt. Im Februar und März 2027 kehrt die nordische Ski-Weltmeisterschaft nach Falun zurück: Die Wettbewerbe finden vom 24. Februar bis zum 7. März am Lugnet statt und umfassen Skilanglauf, Skispringen und Nordische Kombination. Für eine Übernachtung nahe den Gruben- und Stadtzielen bietet sich eine Ferienunterkunft in Falun an.