Strömstad
Strömstad liegt im nördlichen Bohuslän nahe der norwegischen Grenze und verbindet einen lebendigen Hafen mit dem Zugang zum Kosterhavet-Nationalpark. Die Kosterinseln liegen vor der Küste; in der Stadt selbst gehören die Anlegestellen und Uferwege zum Alltag. Wer zwischen Inselnatur und Küstenorten wechseln möchte, kann Strömstad mit weiteren Zielen in Bohuslän verbinden.
Südhafen von Strömstad
Foto: © Wikipedia.de/Meleagros CCBY-SA3.0DE
Vom Hafen auf die Kosterinseln
Die Kosterboote fahren ganzjährig vom Norra Hamnen im Zentrum Strömstads ab. Die Überfahrt führt durch Schärengewässer; die Fahrzeit hängt von der angefahrenen Anlegestelle ab. Auf Sydkoster liegt das Naturum Kosterhavet an der Anlegestelle Ekenäs; dort geben Ausstellungen einen Einstieg in die marine Natur des Schutzgebiets. Wer aussteigt, kann die kleinen Siedlungen und Küstenwege zu Fuß erkunden und den Rückweg von einer anderen Anlegestelle planen. Fahrradmitnahme und Verbindungen unterscheiden sich nach Fahrt und Platz, daher gehört die Auswahl der Anlegestelle zum Tagesplan.
Eine Insel oder beide Koster?
Sydkoster eignet sich als Start für einen Besuch im Naturum und für Wege durch die offene Küstenlandschaft. Auch Nordkoster bietet Buchten, Felsufer und kleine Wege. Zwischen Nord- und Sydkoster besteht eine weitere Verbindung über den Sund; wer beide Inseln an einem Tag kombinieren möchte, sollte die Wege zwischen Anlegern und den Bootszeiten zusammen betrachten. So wird aus der Fahrt eine echte Inselwanderung und nicht nur ein kurzer Landgang.
Rund um Nord- und Sydkoster erstreckt sich der Nationalpark über Meeresflächen, kleinere Inseln und Schären; den größten Teil des Schutzgebiets bildet das Meer. Seine marine Seite ist besonders: Der Kostergraben mit steilen Unterwasserhängen und Korallen gehört zu den Lebensräumen, die den Nationalpark auszeichnen. An Land hilft das Naturum, diese Unterwasserwelt einzuordnen; unterwegs vermitteln Felsbuchten, Strände und die Aussicht auf das offene Meer einen anderen Blick auf denselben Naturraum.
Ein Besuch kann sich je nach Jahreszeit anders anfühlen: Im Frühjahr ziehen Küstenvögel und blühende Wiesen den Blick an, im Sommer stehen Badeplätze und Schnorcheln im Vordergrund. Im Herbst passt die ruhigere Küste zu einer Kajaktour, im Winter zu Spaziergängen am offenen Ufer. Die Jahreszeiten bestimmen damit eher die Art des Naturerlebnisses als den Zugang zum Schutzgebiet.
Das Naturum liegt rund 200 Meter über eine asphaltierte Strecke von der Anlegestelle Ekenäs entfernt; das Besucherzentrum ist rollstuhlgerecht. Für die Ausstellung stehen Audioguides unter anderem auf Deutsch zur Verfügung. Wer mit einer mobilitätseingeschränkten Person reist, kann so den Besuch auf Sydkoster als eigenen, überschaubaren Schwerpunkt planen.
Für den Besuch im Nationalpark gelten konkrete Schutzregeln: Hunde müssen angeleint sein, Feuer darf nur an ausgewiesenen Plätzen gemacht werden. Pflanzen auszugraben, Austern zu sammeln sowie Steine zu entfernen oder aufzuschichten ist verboten. Diese Regeln schützen die empfindlichen Lebensräume an Land und im Meer.
Auch vom Festland aus erleben
Wer nicht auf die Kosterinseln übersetzen möchte, kann den Nationalpark von weiteren Punkten der Küste aus kennenlernen. Die Eingänge bei Strömstad, Saltö, Rossö und Resö eröffnen unterschiedliche Abschnitte; bei Rossö gibt es eine Ausstellung zum Leben im Meer und an der Küste. Saltö, Rossö, Resö und Tjärnö sind über Straßen erreichbar und bieten Aussichten auf Kosterhavet. Damit lässt sich ein kurzer Naturstopp auch in eine Rundfahrt auf dem Festland einbauen. Die Parkeingänge sind barrierefrei angelegt; die Naturum-Anlegestelle auf Sydkoster ist nur per Boot erreichbar, während die übrigen genannten Eingänge auch mit dem Auto zugänglich sind.
Stadt, Küste und längere Reise
Strömstad bleibt auch ohne Inselbesuch ein guter Etappenort: Hafen und Zentrum liegen nah beieinander und bieten sich für einen Spaziergang vor oder nach der Bootsreise an. Die Anreise gelingt über die E6 oder mit Zug und Bus. Für die Inseln ist die Bootsverbindung der Schlüssel, während sich für den Festlandsteil einzelne Küstenzugänge flexibel kombinieren lassen. Im Süden schließt Tanum mit Felsritzungen und Hafenorten an; weiter entlang der Küste liegt Lysekil am Gullmarsfjord. Wer zusätzlich Uddevalla besucht, erlebt den Übergang von der Schärenküste zu den Fjorden im südlichen Bohuslän. Eine Unterkunft in Schweden in Strömstad ist besonders praktisch, wenn die Inselüberfahrt und die Küstenrunde auf getrennte Tage fallen.