Ånge – Natur, Kultur und Ausflugsziele in Schweden
Unterkünfte in Ånge
Ånge verbindet Naturerlebnisse, Wege am Wasser und anschauliche Kulturgeschichte. Rund um den Ljungan finden Sie sowohl kurze, klar beschriebene Ausflugsziele als auch Orte, an denen sich Landschaft und regionale Geschichte unmittelbar begegnen. Für Ihre Auswahl ist dabei wichtig, welche Art von Tag Sie planen: barriereangepasste Wege, ein steiler Bergaufstieg, Winterangebote, Museen oder ein Besuch mit einer Gruppe.
Wasser, Aussicht und Wege
Ein besonderer Landschaftspunkt sind die Haverö strömmar am Ausfluss des Ljungan aus dem Kyrksjön. Dort teilt sich der Fluss in drei Ströme. Das frei fließende Wasser besitzt einen hohen biologischen Schutzwert, weil dieser Lebensraum heute selten ist. Im Naturschutzgebiet gibt es Wege und mehrere Rastplätze. Die nördliche Raststätte bei Kvarnströmmen und die südlichste auf Strömnäset sind auch mit Kinderwagen oder Rollator erreichbar. Zum Gebiet gehört außerdem ein restauriertes Fischerhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Der Rankleven ist als Naturschutzgebiet und Natura-2000-Gebiet ausgewiesen. Der Berg kann über zwei Wege bestiegen werden, die jeweils weniger als zwei Kilometer lang sind. Der Aufstieg ist steil und steinig; vom Gipfel öffnet sich ein beeindruckender Blick über das Ljungantal. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ist der Rankleven mit dem Bus bis zur Haltestelle Södra Sillre erreichbar. Von dort liegen 600 Meter auf der Straße bis zum Beginn des Bergwegs.
Auch am Gösundaberget steht das Verhältnis von Weg und Aussicht im Mittelpunkt. Dorthin führt ein sehr schöner Wanderweg, dessen Aufstieg etwa 45 Minuten dauert. Auf dem Berg gibt es eine Raststuga und einen Windschutz. Eine andere Aussicht bietet Flataklocken: Der Ort wurde 1947 aufgrund einer Berechnung des Schwerpunkts der schwedischen Landmasse durch die KTH in Stockholm als geografischer Mittelpunkt Schwedens bestimmt. Von dort reicht der Blick 360 Grad über die Landschaft von Medelpad. Ein barriereangepasster Kiesweg führt zum Restaurant hinauf.
Für eine ungewöhnlichere Naturerfahrung steht Snödskallegrottan. Die Höhlenformation ist 57 Meter lang und besitzt einen ziemlich steilen Eingang. Über eine treppenähnliche Formation gelangen Sie zur Kerstins sal, von der mehrere kurze Seitengänge abzweigen.
Winterangebot und gemeinsames Erleben
Die Skipiste am Getberget weist an ihrem oberen Ende 348 Meter über dem Meeresspiegel auf. Sie hat einen Höhenunterschied von 140 Metern, ist 510 Meter lang und verfügt über zwei Lifte.
Für Gruppen bietet Boda Borg Torpshammar ein Indoor-Abenteuer mit 22 einzigartigen Quests. Die Quests haben unterschiedliche Themen und Umgebungen und verbinden Problemlösung, Teamarbeit sowie verschiedene körperliche Aktivitätsstufen. Damit steht hier eine andere Form des Ausflugs im Vordergrund als bei einem Aussichtspunkt oder einem Wanderweg.
Brücken, Museen und regionale Geschichte
Die Vikbron in Fränsta ist Schwedens längste Holzbrücke ihrer Art und überspannt den Ljungan auf 133 Metern. Wegen einer laufenden Restaurierung kann sie derzeit nicht betreten werden; sie soll im Sommer 2027 wieder geöffnet werden. Der Weg an ihrer Nordseite ist Teil des S:t Olavsleden. Dieser Pilgerweg verläuft von Selånger im Osten nach Trondheim im Westen, ist insgesamt etwa 580 Kilometer lang und kann auch in kürzeren Etappen erkundet werden.
Auf Eldnäset erinnert eine Flößereistation an die Nutzung des Ljungan im 19. Jahrhundert. Sie wurde vom Ljunga Elfs Flottningsbolag angelegt und bis 1968 genutzt, als die Flößerei auf dem Ljungan eingestellt wurde. Im Eldnäsets Flottningsmuseum sehen Sie Dokumentationen, alte Fotografien und Ausrüstung aus der Flößerei. Außerdem gibt es einen Hörsaal, in dem alte Filme aus Haverö und eine Bildpräsentation gezeigt werden.
Das Gösta Sundins slöjdmuseum in Västanå (Borgsjö) wird von seinen Söhnen Ronny und Roger weitergeführt. Es zeigt detailreiche Modelle der früheren kleinbäuerlichen Gesellschaft. Die Sammlung umfasst mehr als 300 Gruppen mit über 10.000 Gegenständen. In Alby liegt das Fiskehuset in Alderströmmen. Das Gebäude wurde in den 1870er-Jahren errichtet und diente bis zur Mitte der 1960er-Jahre dem Fang von Forellen, Lachsen, Äschen und Aalen.
Auch Gammelbodarna gehört zur kulturellen Orientierung in der Region. Die Gebäude sind gut erhalten, wodurch das Gebiet einen hohen Gesamtwert besitzt. Grundstück und Gebäude sind privat; Besucher werden gebeten, dies bei ihrem Besuch zu berücksichtigen. Für weitere Informationen vor Ort befindet sich das Tourismusbüro von Ånge am Rastplatz Borgsjö entlang der E14. Naturum Ånge bietet eine Ausstellung sowie ganzjährig Aktivitäten und geführte Ausflüge an.
Zu den benannten Orten zählen Erikslund, Gösunda, Ånge, Fränsta, Östavall, Tälje, Torpshammar und Alby.
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