Värmland: Natur, Kultur und Radwege in Schweden
Värmland verbindet weitläufige Natur mit kulturellen Zielen und gut unterscheidbaren Möglichkeiten für einen aktiven Aufenthalt. Im Mittelpunkt stehen Naturreservate mit Seen, Wegen und Beobachtungseinrichtungen, dazu Museen, historische Wohnhäuser, Gärten und Skulpturen. Wer Schweden mit dem Fahrrad erkunden möchte, findet außerdem Routen von der ehemaligen Bahntrasse bis zum langen Weg rund um den Vänern. So lässt sich die Region nach der gewünschten Mischung aus Landschaft, Kultur und Bewegung auswählen.
Natur zwischen Seen, Wald und Feuchtgebieten
Im Värmlands län gibt es 242 Naturreservate und ein Naturschutzgebiet. Glaskogen ist Värmlands größtes Naturreservat. Dort stehen 30 schwedische Meilen Wanderwege zur Verfügung; mehrere Seen und schöne Kanurouten machen das Gebiet außerdem zum Paddeln interessant. Die Verbindung aus Wandern und Kanufahren spricht unterschiedliche Tagespläne an, ohne dass Sie sich auf nur eine Art des Naturerlebnisses festlegen müssen.
Auch außerhalb von Glaskogen ist die Naturauswahl breit gefächert. Einige Naturreservate in Värmland sind gut zugänglich und verfügen über Besuchereinrichtungen. In vielen Reservaten erleichtern markierte Wege, Stege oder Vogelbeobachtungstürme das Erleben von Feuchtgebieten. Eine weitere Orientierung bietet der Ausflugsführer der Provinzverwaltung Värmland: Er informiert über 38 Naturziele, darunter Wege, Rastplätze und die Nähe zum öffentlichen Verkehr. Damit können Sie Naturziele nach der vorhandenen Infrastruktur und nicht nur nach ihrer Landschaft auswählen.
Kulturgeschichte, Kunst und literarische Orte
Das Värmlands Museum deckt mehrere kulturelle Perspektiven ab. Seine Sammlungen umfassen archäologische und kulturhistorische Objekte, Kunst, Fotografien, Dokumente und Musikaufnahmen. Führungen beschäftigen sich mit der Kulturgeschichte Värmlands sowie mit Kunst und Fotografie. Das macht das Museum zu einem eigenständigen Ziel für einen Kulturtag und bietet zugleich verschiedene Zugänge zur Geschichte der Region.
Auf Mårbacka wird ein Gedenkhof erhalten. Selma Lagerlöfs Wohnhaus wird der Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen gezeigt. In den Jahren 1921 bis 1923 ließ Selma Lagerlöf Mårbacka nach Plänen des bekannten Architekten Isac Gustaf Clason zu einem repräsentativen Herrenhaus umbauen. Der Besuch verbindet damit die Führung durch das Wohnhaus mit einem konkreten Abschnitt aus der Geschichte des Ortes.
In Arvika entstand nach der Ankunft der ersten Künstler der Rackstad-Künstlerkolonie im Jahr 1898 eine Verbindung von Kunst und Kunsthandwerk. Ihre modernen Ideen trafen auf das etablierte handwerkliche Können. Dieser Zusammenhang ist besonders interessant, wenn Sie bei einer Reise durch Värmland nicht nur Landschaften, sondern auch die regionale Entwicklung von Kunst und Handwerk betrachten möchten.
Der Rottneros Park setzt einen anderen kulturellen Akzent. Er verbindet ansprechende Gartengestaltung mit historischen und literarischen Bezügen sowie einer vielfältigen Skulpturensammlung nordischer Bildhauer. Im Park befinden sich etwa 100 Skulpturen und Reliefs; die meisten stammen von bekannten nordischen Bildhauern. Dazu kommen ein großer Kinderspielplatz und großzügige Flächen zum Spielen, zur Erholung sowie zum Genießen von Kunst und Natur. Der Rottneros Park ist mit dem Auto, dem Zug oder dem Bus erreichbar.
Radwege mit unterschiedlichen Landschaftsbildern
Der Vänerleden ist ein 640 Kilometer langer Radweg rund um den Vänern, Schwedens größten See. Er ist Schwedens sechster nationaler Radweg. Entlang des Vänerleden gibt es mehrere Cafés, gemütliche Hofläden und Restaurants mit White-Guide-Status. Die Route verbindet damit das Radfahren mit gastronomischen und regionalen Stationen, ohne dass der See selbst aus dem Mittelpunkt rückt.
Der Klarälvsbanan bietet eine andere Streckencharakteristik: Der 90 Kilometer lange, asphaltierte und autofreie Radweg verläuft entlang einer ehemaligen Bahntrasse und führt von Karlstad nach Uddeholm. Im Süden führt die Fahrt durch eine offene Agrarlandschaft, im Norden durch einen tiefen Wald. Der Klarälvsleden ist dagegen eine 130 Kilometer lange Route, die vom Schärengarten bis in die Wildnis führt. Mit der Buslinie 600 können Fahrgäste ihre Fahrräder bis zum Klarälvsbanan und zum Klarälvsleden mitnehmen. Dadurch unterscheiden sich die Möglichkeiten nicht nur durch Landschaft und Länge, sondern auch durch den dokumentierten Zugang für die Anreise mit Fahrrad.
Weitere Orte für Ihre regionale Orientierung
Zur weiteren Orientierung finden Sie die Seiten zu Säffle, Arvika, Borgvik, Skillingsfors, Karlstad, Hagfors, Filipstad, Gräsmark, Kil, Mangskog, Munkfors, Storfors, Årjäng, Långserud, Forshaga, Skoghall, Brunskog, Sunne, Hammarö, Torsby, Kristinehamn, Grums und Eda.
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