Arvika
Unterkünfte in Arvika
Kunst, Handwerk und schwedische Kultur
Die kulturelle Orientierung in Arvika beginnt bei der Rackstad-Künstlerkolonie. Im Rackstadmuseet befindet sich die umfangreichste Sammlung von Werken dieser Künstler. Die ersten Künstler der Kolonie trafen 1898 ein; ihre Entwicklung wurde durch die Zusammenarbeit mit dem in Arvika etablierten Kunsthandwerk geprägt. Damit steht nicht nur einzelne Kunst im Mittelpunkt, sondern auch das Zusammenspiel von bildender Kunst und handwerklicher Arbeit.
Ein weiterer historischer Ort ist Nytomta Minnesgård. Der Hof gehört zu den ältesten Höfen in Taserud in Arvika und erinnert an den Bildhauer Olof (Ola) Eriksson und seine Familie. Ausstellungen verteilen sich auf das Wohnhaus, die Webstube, den Laden (Boden), das kleine Haus und den Elis-E-Palast. Nytomta Minnesgård kann ganzjährig besucht werden und ergänzt den Museumsbesuch um einen Einblick in ein konkretes Wohn- und Arbeitsumfeld.
Auch Technik- und Industriegeschichte gehören zum Bild der Region. Das Arvika Fordonsmuseum befindet sich in einer restaurierten ehemaligen Thermia-Gießerei aus dem Jahr 1923. Gezeigt werden Oldtimer, historische Motorräder, Mopeds, Leichtkrafträder, Pferdekutschen, Schlitten und Fahrräder. Für die Besucherorientierung wichtig: Das Museum ist für Rollstuhlfahrer sowie für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen zugänglich. Außerdem gibt es eine barrierefreie Toilette, einen barrierefreien Parkplatz und einen Aufzug.
Wälder, Moore und Wege am Wasser
Die Naturschutzgebiete unterscheiden sich deutlich in ihrem Charakter. Byamossarna schützt ein großes Mosaik aus Wäldern und Mooren. Dort verläuft der etwa 3,5 Kilometer lange Hertigparets vandringsled rund um Stenstjärnet. Im Winter gibt es in Byamossarna außerdem mehrere Skipisten. So lässt sich derselbe Naturraum je nach Jahreszeit auf einem Rundweg oder bei Wintersport erleben.
Im Naturschutzgebiet Rackstadskogen hängen die hohen biologischen Werte vor allem mit nährstoffreichem, krautreichem Fichtenwald und alten Kiefern zusammen. Bewaldete Hänge bieten Ausblick über den See Racken, während Wege durch den Wald Teil eines größeren Wegesystems sind. Bergs Klätt verbindet Naturbeobachtung mit Archäologie: Das Naturschutzgebiet umfasst etwa 15 bronzezeitliche Gräber und eine Steinkiste aus der späten Steinzeit. Ein markierter Weg führt durch alten Wald, Haselbestände, archäologische Überreste und von Vögeln reiche Uferwiesen. Ein 1,2 Kilometer langer Abschnitt des Weges ist für Rollstuhlfahrer geeignet; außerdem steht eine barrierefreie Toilette zur Verfügung.
Kanutouren und historische Ausflüge
Wer die Seenlandschaft vom Wasser aus kennenlernen möchte, findet beim Arvika Kanot & Turistcenter einen dokumentierten Ausgangspunkt für ungeführte Kanutouren. Seit 1979 starten dort solche Touren. Das Zentrum vermietet Zelte, Schlafsäcke und Matten und stellt für Touren auch Lebensmittel sowie Küchenausrüstung bereit.
Bei Glava Glasbruk vermittelt das Bruksmuseet die Bedeutung des Standorts für die schwedische Fensterglasproduktion zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Glava Glasbruk grenzt an das Naturschutzgebiet Glaskogen. Ein Kulturwanderweg führt durch das ehemalige Industrieareal und zeigt, wo die verschiedenen Betriebsgebäude standen und wie umfangreich der Betrieb Ende der 1930er Jahre war. Der Weg bezieht sich damit ausdrücklich auf die frühere industrielle Nutzung.
Glaskogen in Westvärmland verfügt über mehr als 300 Kilometer Wanderwege. Zusätzlich gibt es 150 Kilometer Paddelstrecken auf den größeren Seen Stor und Övre Gla sowie auf kleineren Seen. In Klässbols Linneväveri Klässbol können Sie die gesamte Produktion vom Schären und Weben über die Kontrolle bis zu den fertigen Produkten verfolgen. Für weitere Orte und mögliche regionale Anknüpfungspunkte können Sie Edane, Gunnarskog, Salungen, Sulvik, Ottebol, Jössefors und Glava aufrufen.
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