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Fleringe auf Gotland: Kalkbruch, Kultur und Bästeträsk

Unterkünfte in Fleringe

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Fleringe auf Gotland verbindet die Geschichte der Steinindustrie mit einer charakteristischen Landschaft aus Kalkbrüchen, See, Wald, Moor und Alvarflächen. Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Erlebnisse nebeneinander: In Bläse wird die industrielle Vergangenheit anschaulich, auf Groddagården begegnen Sie Bau- und Musikgeschichte, und im Naturschutzgebiet Bästeträsk zeigt sich die gotländische Wildnis mit ihren Gewässern und Vogelarten.

Steinindustrie und Stentåget in Bläse

Das Kalkbruksmuseet in Bläse in Fleringe zeigt die Steinindustrie Gotlands. Zugleich vermittelt es Einblicke in das Leben und die Arbeitsbedingungen der Arbeiter. Der historische Hintergrund reicht bis in die 1860er-Jahre zurück: Im Bläse Kalkbruk begann damals das Kalkbrennen, das 1946 endete. So lässt sich die Geschichte des Ortes nicht nur über Gebäude und Anlagen, sondern auch über die Menschen verstehen, deren Arbeit mit dem Kalk verbunden war.

Eine eigene Form der Erkundung bietet das Stentåget in Bläse. Die historische Hin- und Rückfahrt führt mit Lokomotive und Steinwagen zum alten, inzwischen mit Wasser gefüllten Steinbruch. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, die Strecke ist 1,7 km lang.

Groddagården und das musikalische Erbe

Die gut erhaltene Groddagården eröffnet einen anderen Zugang zu Fleringe. Sie vermittelt Einblicke in die Baugeschichte Gotlands und zugleich in ein Kapitel der Personen- und Musikgeschichte. Neben der Groddagården gibt es einen Parkplatz und eine Informationstafel. Damit gehören auch konkrete Orientierungspunkte zum überlieferten Bild dieses Ortes.

Mit Groddagården ist die Geschichte der Groddaliran verbunden. Das Instrument besitzt einen violinformigen Korpus, der von deutscher Tradition beeinflusst ist. Die Groddaliran lässt sich anhand eines 3D-Modells aus nächster Nähe erkunden. Außerdem ist die mit Groddagården verbundene Drehleier Schwedens am besten erhaltenes Instrument ihrer Art. Auf Groddagården versammelten Grodd-Jaken und seine Brüder häufig alle Spielleute aus Nordgotland zum gemeinsamen Musizieren. Die Groddaliran, die von den Musikern auf Groddagården in Fleringe gespielt wurde, könnte in Schweden hergestellt worden sein.

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Kirchenumgebung und Landschaft

Auch die Kirche von Fleringe gehört zu den kulturhistorischen Besonderheiten des Ortes. Die erhaltenen Kirchenställe, die Kirchenpforte und die Kirchhofmauer bilden zusammen mit der Kirche eine einzigartige Kirchenumgebung auf Gotland. Wer sich für ländliche Baugeschichte interessiert, findet hier daher nicht nur ein einzelnes Gebäude, sondern ein erhaltenes Ensemble aus mehreren Elementen.

Der Naturraum Bästeträsk setzt einen deutlichen Landschaftsschwerpunkt. Das Naturschutzgebiet umfasst den 665 Hektar großen See Bästeträsk sowie mehr als 800 Hektar umliegende Wälder, Moore, Alvarflächen und Klappersteinstrände. Im Gebiet lässt sich eine charakteristische gotländische Wildnis mit Seeadlern und Steinadlern erleben. Der Kalkbruch Blå lagunen liegt ebenfalls im Naturschutzgebiet Bästeträsk. Seine klarblaue Wasserfarbe gab ihm den Namen; in diesem Gebiet wurde seit Jahrhunderten Stein gebrochen.

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