Tranemo – Natur, Seen und Kultur
Tranemo zwischen Mooren, Seen und Kultur
Wenn Sie eine Unterkunft in Tranemo suchen und Naturerlebnisse mit schwedischer Kultur verbinden möchten, bietet die Gemeinde sehr unterschiedliche Ziele. Die Landschaft umfasst offene Kulturlandschaften, karge Moore, tiefe Mischwälder und zahlreiche Seen. Komosse ist mit 47 Quadratkilometern eines der größten zusammenhängenden Moorgebiete Südschwedens. Im Teilgebiet Komosse södra liegen die Moore Bohestramossen, Johansjömossen und Fiskerydsmossen an der Grenze zwischen Västergötland und Småland. Sie sind größtenteils baumlos; größere Moortümpel konzentrieren sich im südlichen Teil der Johansjömossen. Komosse södra ist ein von den Gemeinden Tranemo und Ulricehamn gemeinsam getragenes Natura-2000-Schutzgebiet.
Wanderwege für verschiedene Tagespläne
Die Wege in Tranemo unterscheiden sich deutlich in Länge und Charakter. Die Jälmåleden ist 35 Kilometer lang. Auf dieser Strecke lässt sich das Wandern mit Paddeln auf dem Jälmån verbinden; außerdem führt sie an wikingerzeitlichen Gräberfeldern und Ruinen aus der Industrieepoche des 19. Jahrhunderts vorbei. Kürzer ist die Marjeboleden mit sieben Kilometern entlang des Marjebosjön. Die leicht begehbare Strecke kann auch mit einem Kinderwagen genutzt werden. Entlang des Weges informieren Tafeln über historische Stätten wie die Eisenherstellung und das Kloster Marie. Die Route führt außerdem an einem Badeplatz und an einer Grillstelle am See mit Aussicht über den Marjebosjön vorbei.
Die Hofsnäs naturstigar bestehen aus drei leicht begehbaren Rundwegen zwischen 1 und 4,8 Kilometern; der kürzeste Weg ist barriereangepasst. Die Wege liegen im Naturschutzgebiet Torpanäset, das von alten Eichen, Weideland und einer artenreichen Bodenflora geprägt ist. Dort findet der gefährdete und auf der Roten Liste geführte Eremit Lebensraum. Die Wege beginnen an einem Parkplatz in der Gemeinde Tranemo. Die nächste Bushaltestelle befindet sich in Länghem, etwa fünf Kilometer von den Wegen entfernt.
Weitere Optionen sind die etwas mehr als vier Kilometer lange Björnöleden, die am Parkplatz bei Mörkö beginnt und als Rundweg größtenteils auf einem Holzsteg verläuft, sowie die Wege von Komosse. Etwa 300 Meter des Bohlenwegs von Komosse sind verbreitert und mit einem seitlichen Abrollschutz für Kinderwagen und Rollstühle ausgestattet. Der Weg führt zu einer Plattform mit Feuerstelle und mehreren barriereangepassten Bänken.
Seen, Angeln und Wege auf ehemaligen Bahntrassen
Zum Besucherangebot in der Gemeinde Tranemo gehören Angeln, Wandern, Radfahren und Paddeln. Das Fischereigebiet Malensjöarnas FVO umfasst Lille Malen, Stormalen und Mörkemalen. Die drei Seen sind von Fichten- und Laubwald umgeben; dort kommen unter anderem Hecht, Barsch, Zander, Brasse und Aal vor. Im Kroksjöns fiskecamp ist Put-and-Take-Angeln auf Regenbogenforellen möglich. Am Tranemosjön gibt es einen Badeplatz mit Steg, Badeplattform, Rasenflächen, Toilette, Bootssteg, Tischen und Bänken sowie einem Beachvolleyballfeld.
Zwischen Ambjörnarp und Sjötofta ist Draisinenfahren auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke Landeryd–Falköping möglich. Beim Draisinenfahren gibt es am Rastplatz bei Holmåkra, etwa vier Kilometer südlich, die Möglichkeit, eine Pause zu machen, Kaffee zu trinken und zu baden. Für längere Radtouren bietet sich die Ätradalsleden an: Der nationale Radweg ist 199 Kilometer lang und verläuft zwischen Falköping und Falkenberg. 95 Kilometer führen auf vollständig autofreien ehemaligen Bahndämmen.
Glas, Schlösser und regionale Geschichte
Ein Schwerpunkt der Kultur liegt am Limmareds Glasbruk. Glasets Hus ist dort ein Kulturhaus mit Glashütte, Glasmuseum, Ausstellungshalle, Veranstaltungsräumen, Aktivitätspark und Restaurant. Das Limmareds Glasbruk ist Schwedens älteste noch in Betrieb befindliche Glashütte und wurde 1740 gegründet. Im Glasets Hus können Sie Glasbläsern bei der Arbeit zusehen und einen Termin buchen, um selbst das Glasbläserhandwerk auszuprobieren. Als zertifizierter InfoPoint bietet Glasets Hus außerdem Beratung zu Ausflugszielen in der Umgebung sowie Broschüren und Karten. Rund um das Museum sind charakteristische Gebäude des Industrieortes zu sehen.
Auf Torpa Stenhus sind geführte Schlossbesichtigungen, Schlosstheater und Besuche bei Handwerkern möglich. Zum Schloss gehören ein Café und ein Restaurant mit Speisen aus saisonalen Zutaten und den jahrhundertealten Jagdtraditionen des Schlosses; der Schwerpunkt liegt häufig auf Wildgerichten. Die Mossebo kyrka wurde 1773 von Joseph Hansson fertiggestellt. Im Inneren sehen Sie bildliche Darstellungen biblischer Geschichten und ein Originalporträt von Joseph Hansson. Eine der wenigen erhaltenen Kronleuchter aus dem Limmareds Glasbruk befindet sich ebenfalls dort; sie wurde 1855 hergestellt. Die Kirche verfügt über eine Rampe an der Südseite und eine barrierefreie Toilette am Parkplatz.
In Fagerås führen Wege durch das Gelände der Osterglocken. Während der Saison können dort mehr als eine Million blühende Osterglocken besichtigt werden; gegen Ende Mai beginnt außerdem die Rhododendronblüte. Rund um den Torpasjön bei Torpanäset wurden mehr als 130 Vogelarten festgestellt. Das Gebiet Torpa–Hofsnäs am Yttre Åsunden beherbergt zudem zahlreiche seltene und auf der Roten Liste geführte Flechten, Pilze und Holzinsekten, die vor allem an alte Eichen gebunden sind.
Für die weitere Orientierung können Sie auch die Ortsseiten zu Ambjörnarp, Dalstorp, Grimsås, Ljungsarp, Länghem, Nittorp, Sjötofta, Tranemo, Uddebo, Limmared und Mörkhult ansehen.
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