Älvdalen entdecken – Natur, Wasser und Kultur

Älvdalen verbindet die Wälder und die weite Wildnis am Österdalälven mit markanten Bergen, Angelgewässern, Radwegen und einer ungewöhnlich dichten Kulturgeschichte. Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Erlebnisse nebeneinander: kurze und anspruchsvolle Wanderungen, Wasserwege und Stauseelandschaft, historische Anlagen, Museen sowie Orte, an denen regionale Traditionen sichtbar bleiben.

Natur zwischen Fluss, Fels und Wald

Am Hykjeberget führt ein steiler, steiniger Wanderweg zu einem Windschutz auf dem Gipfel. Der Gipfel liegt auf 594 Metern über dem Meeresspiegel; darunter fällt der Berg in einer nahezu senkrechten, 100 Meter hohen Felswand ab. Als südexponierter Berg besitzt Hykjeberget durch seine wärmespeichernde Felswand ein lokales Klima, in dem anspruchsvolle Pflanzenarten vorkommen.

Im Naturreservat Blyberget beginnt am Eingang ein etwa 1,5 Kilometer langer Rundweg. Die Umgebung der Porphyrbrüche besitzt große kulturhistorische Bedeutung und umfasst eine kleine Ausstellung über die aufwendige Steinbrucharbeit. Der alte Porphyrbruch, der von 1788 bis zum Beginn der 1940er-Jahre genutzt wurde, ist heute als Bodendenkmal geschützt. Weitere Möglichkeiten zum Wandern bieten der durch Älvdalen verlaufende Vasaloppsleden mit mehreren leicht zu bewältigenden Etappen und der Romboleden durch die Gemeinde. Entlang des Romboleden gibt es Hütten und Windschutze zum Rasten; ihre Standorte sind in der Naturkartan-App verzeichnet.

Wasser, Angeln und Radwege

Der Älvdalens FVOF bietet Angelkarten für Gewässer in Flüssen, Seen, Teichen und Bächen an. In den Fließgewässern gehören Forellen und Äschen zum Fischbestand, in den Seen Barsche, Hechte, gelegentlich Saiblinge und Forellen. Das Winterangeln beginnt normalerweise, sobald die Gewässer im November zugefroren sind, und dauert bis Ende April. Auch zum Kanufahren gibt es in Älvdalen zahlreiche Möglichkeiten auf Flüssen und Wasserläufen.

Eine markante Wasserlandschaft bildet der Trängsletdammen. Mit 120 Metern ist er Schwedens höchster Damm; der oberhalb liegende Stausee ist 70 Kilometer lang und fasst 880 Millionen Kubikmeter Wasser. Vom Zentrum Älvdalens führt die Anfahrt über die RV70 in Richtung Idre und anschließend über die Abzweigung nach Trängslet.

Am Skistadion liegen mehrere Radwege. Älvis ist zwei Kilometer lang und führt über eine Rindenbahn, Wege und eine Schotterstraße. Mtb-kåsan ist ein zehn Kilometer langer Mountainbikeweg mit kräftigen Anstiegen und Abfahrten sowie technischen Abschnitten. Die zwölf Kilometer lange Gröntjärnsrundan verläuft vom Stadionbereich über Waldwege und Pfade in Richtung Näset und zum Porphyrdamm. Im Älvdalens cykelområde gibt es außerdem kurze Strecken für Kinder und längere Strecken mit technischen Abschnitten.

Kulturgeschichte in Kirche, Museum und Freilichtanlage

Die Kirche von Älvdalen ist nach Kapitel 4 des schwedischen Kulturdenkmalschutzgesetzes als kirchliches Kulturdenkmal geschützt. Ihre ältesten Teile stammen aus den 1580er-Jahren; ihre heutige Größe und Grundform erhielt sie in den 1810er- und 1820er-Jahren im neoklassizistischen Stil. Östlich der Kirche liegt das Kyrkhärbret im Umfeld des früheren Pfarrhofs. Südlich der Kirche erinnert ein Monument an die Hexenprozesse: Ein Stein trägt eine Tafel mit den Namen der Verstorbenen, daneben steht ein erklärendes Schild. Am 19. Mai 1669 wurden in Älvdalen die ersten sechs Personen in den dortigen Hexenprozessen verurteilt und hingerichtet. Die historische Wanderung „Vandring i de häxanklagades fotspår“ führt nach Mimmikulle, dem Ort, an dem sich der Überlieferung zufolge die ersten Hinrichtungen von wegen Zauberei beschuldigten Menschen ereignet haben sollen.

Rots Skans wurde 1677 als Befestigungsanlage errichtet; erhalten sind heute die Wälle und der Brunnen. Das Freilichtmuseum zeigt Siedlungen, Wohnformen und Handwerk vom späten Mittelalter bis um 1900. Geführte Wanderungen können dort nach Voranmeldung gebucht werden. In der Nähe serviert das Café Slöjdstugan bei Rots Skans Fika, Eis und Waffeln. Das Porphyr- und Hagströmmuseet besitzt eine Dauerausstellung zur Porphyrherstellung. Im Nya Porfyrverket ist die originale Produktionsumgebung erhalten, in der bis 1984 Porphyr hergestellt wurde; außerhalb der regulären Besichtigungszeiten können Sie eigene Führungen für Ihre Familie oder Gruppe vorab buchen.

Hedbodarna gehört zu den am besten erhaltenen Langfäbodar-Schwaigen Schwedens und wurde als national bedeutsam für die Kulturpflege eingestuft. Der Betrieb ist seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert, viele historische Gebäude sind gut erhalten. Im Sommer empfängt Hedbodarna Gäste, die das traditionelle Leben mit Vieh erleben können; Butter, Messmör und Fika sind vorab bestellbar. In Älvdalen wird außerdem Älvdalska gesprochen, eine alte Sprache mit Wurzeln im Altnordischen.

Anreise und weitere Orte zur Orientierung

Nach Älvdalen verkehren reguläre Busse des öffentlichen Nahverkehrs, der von Dalatrafik betrieben wird. In der Gemeinde gibt es keinen Personenverkehr auf der Schiene; eine mögliche Verbindung führt mit dem Zug nach Mora und von dort mit dem Bus weiter. Für eine ergänzende Orientierung können Sie auch FjätervålenFjätervålen und GrövelsjönGrövelsjön ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jämtland.

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