Smedjebacken
Smedjebacken zwischen Hafen, Kanal und Industriegeschichte
Smedjebacken verbindet Wasser, Wald und die Geschichte der schwedischen Eisenindustrie auf engem thematischem Raum. Der Hafen liegt 100 Meter über dem Meeresspiegel und gehört damit zu den höchstgelegenen Häfen Schwedens. Zugleich bildet er den Beginn des Kanalsystems des Strömsholms kanal. Im Hafengebiet von Smedjebacken werden Kanus und Ruderboote vermietet, während der Kanal heute für den Touristenverkehr genutzt wird.
Der Strömsholms kanal wurde zwischen 1772 und 1795 vor allem gebaut, um Stangeneisen aus Bergslagen zum Mälarsee zu transportieren. Die rund 100 Kilometer lange Strecke umfasst insgesamt 26 Schleusen, in denen Boote um etwa 100 Meter gehoben oder abgesenkt werden. Diese Verbindung aus historischer Transportgeschichte und heutiger Nutzung auf dem Wasser prägt einen wichtigen Teil des Ortes.
Im Hafengebiet steht außerdem ein erhaltenes Lokomotivdepot, das seit Sommer 2016 als Ausstellungsort dient und insbesondere industrie- und kulturhistorische Ausstellungen zeigt. Am Kulturstråket an der Kyrkogatan liegen ältere Häuser, Treffpunkte und Kunsthallen, die mit zeitgenössischer Kunst und Kulturgeschichte verbunden sind. Die Kyrkogatan verband historisch Smidies-backen, den Hafen und das Kirchdorf. Daraus entstand eine dichte Bebauung mit Geschäften, Wohnhäusern, einer Feuerwache, Industriegebäuden des Smedjebackens valsverk sowie Gebäuden von Eisenbahn und Hafen.
Wälder, Seen und Wanderwege
Die Landschaft rund um Smedjebacken reicht von großen Nadelwaldgebieten bis zu Seen und felsigen Erhebungen. Malingsbo-Kloten ist ein großes, hügeliges Nadelwaldgebiet. Dort gibt es mehrere Wanderwege; Sie können in diesem Gebiet wandern, paddeln und angeln. Der Malingsbo-Klotenleden ist ungefähr 45 Kilometer lang und ergänzt die kürzeren Wege um eine längere Route durch die Waldlandschaft.
Das Naturreservat Jätturn zeigt eine andere Seite der Umgebung. Entlang seiner Wanderwege finden sich mächtige Wälder, felsige Erhebungen, Wiesen und schöne Seen. Ein teilweise mit Bohlen befestigter Rundweg von etwas mehr als 1 Kilometer Länge führt um den See. Bei Jätturn können Sie außerdem ein Boot ausleihen, über den See rudern und in die Höhle hineinfahren. Damit lassen sich an einem Ort ein kurzer Rundweg und ein besonderes Erlebnis auf dem Wasser miteinander verbinden.
Weitere Wandermöglichkeiten liegen näher am Ort oder führen durch die Kommune. Milslingan ist eine 10,5 Kilometer lange Wanderschleife in und um Smedjebacken. Sméleden verläuft auf 42 Kilometern von Björsjö nordostwärts durch die Kommune bis nach Jätturn und zum See Tunsan. Der 4 Kilometer lange Schisshyttans vandringsled folgt den Spuren der Eisenindustrie vom 17. Jahrhundert an. Entlang des Weges liegen Überreste von Schmieden, kleineren Stahlwerken, Arbeiterwohnungen, Dämmen und Hochöfen. So wird die industrielle Vergangenheit nicht nur in Ausstellungen, sondern auch in der Landschaft erkennbar.
Bergbaugeschichte und Aussichtspunkte
Am Flogberget wird seit dem 16. Jahrhundert Eisenerz abgebaut. Flogbergets gruva bietet geführte Besichtigungen. In Stollberg wird die Silbergrube bereits in einer Privilegienurkunde König Magnus Erikssons aus dem Jahr 1354 erwähnt. Auf dem Gipfel des Stollbergs steht außerdem ein Aussichtsturm in Form eines Förderturms mit weitem Blick in Richtung Smedjebacken und Ludvika.
Auch Malingsbo Herrgård verweist auf die Geschichte der Region. Das gut erhaltene karolinische Herrenhaus liegt auf einer Anhöhe zwischen dem See Malungen und dem Hedströmmen in Smedjebackens kommun. Es gilt als gut erhaltenes Beispiel der Herrenhausarchitektur seiner Zeit, zeugt vom prägenden Bergbau der Region und wurde 1935 zum Baudenkmal erklärt.
Kunst, Ortsgeschichte und Söderbärke
Die Konsthall Meken im Zentrum von Smedjebacken widmet sich zeitgenössischer Kunst, Design und Kunsthandwerk. Neben Ausstellungen veranstaltet sie Workshops und weitere kulturelle Erlebnisse. Im Sommer kann außerdem eine geführte Rundtour zu den öffentlichen Kunstwerken in Smedjebackens kommun bestellt werden. Das Atelier von Johan Ahlbäck in der Vasagatan 18 kann nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden.
Für einen Einblick in die ältere Ortsgeschichte führt der Weg nach Söderbärke. In der dortigen hembygdsgård befindet sich die Baggströmska gården, ein original am Ort erhaltenes Bergmannsanwesen im Kirchdorf Söderbärke am See Barken. Im Back- und Brauhaus liegt ein Sommercafé. Die Söderbärke hembygdsförening veranstaltet vor allem während der Sommersaison mehrere Veranstaltungen, darunter ein Walpurgisfeuer auf Kyrkudden und ein Mittsommerfest auf Hagudden.
Zur Söderbärke hembygdsgård gehört außerdem das Paul Eriksson-Museum in der ehemaligen Pfarramtsverwaltung. Die Norrbärke hembygdsgård in Smedjebacken liegt in einem Kulturareal, zu dem einige der wenigen erhaltenen Gebäude des Dorfes gehören, das 1717 durch einen Brand schwer verwüstet wurde. Zusammen mit Hafen, Kanal, Waldwegen, Bergbauorten und Kunstangeboten ergibt sich ein Reiseziel, in dem Sie Naturtage und schwedische Kulturgeschichte in unterschiedlichen Maßstäben erleben können.
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