Fähren nach Schweden: Routen ab Deutschland vergleichen
Welche Fähre passt zur Schwedenreise? Entscheidend sind nicht nur Überfahrtsdauer und deutscher Abfahrtshafen, sondern vor allem die erste Zielregion und die anschließende Strecke auf schwedischen Straßen. Kiel–Göteborg bringt Reisende direkt an die Westküste. Von Travemünde und Rostock führen Verbindungen nach Trelleborg; ab Travemünde kommt Malmö als weiterer Zielhafen hinzu. Wer Anfahrt, Passage und Weiterreise als eine Etappe betrachtet, kann unnötige Umwege vermeiden.
Göteborg und die Westküste: ab Kiel
Die Fähre Kiel–Göteborg ist für Reisen nach Göteborg, Bohuslän und in die westlichen Landesteile besonders naheliegend. Stena Line betreibt die Verbindung als Nachtfahrt; die Überfahrt dauert nach Betreiberangabe ungefähr 14 Stunden. Auf dieser Strecke ist eine Kabine vorgeschrieben, sie gehört deshalb von Anfang an zur Buchung. Der Schwedenkai liegt nahe dem Kieler Hauptbahnhof und lässt sich von dort zu Fuß erreichen. Mit dem Auto führen die Zufahrten über A7 und A215 zum Hafen.
Trelleborg oder Malmö für Südschweden
Travemünde und Rostock verbinden Deutschland mit Trelleborg. Von Travemünde fährt TT-Line; in Rostock bieten TT-Line und Stena Line Abfahrten zum selben schwedischen Hafen an. Finnlines fährt außerdem von Travemünde nach Malmö. Die Reederei nennt rund neun Stunden Überfahrt und bietet Tages-, Abend- und Nachtverbindungen an. Der direkte Zielhafen kann die erste Etappe verkürzen: Malmö liegt im Südwesten Skånes, Trelleborg an der südlichen Küste. Wer aus Süddeutschland oder dem Westen kommt, bezieht die Anfahrt nach Travemünde in den Vergleich ein; aus dem Osten kann Rostock verkehrsgünstig liegen. Die Übersicht deutsche Fährrouten nach Schweden ordnet Abfahrtshäfen und Zielorte ein. Für konkrete Anfahrts- und Check-in-Informationen gibt es die Porträts Travemünde–Trelleborg und Rostock–Trelleborg.
Fahrzeug, Fußreise und Buchung
Mit eigenem Pkw oder Wohnmobil lässt sich die Reise nach der Ankunft flexibel fortsetzen. Bei der Buchung zählen die tatsächlichen Fahrzeugmaße: Länge mit Anhänger, Fahrradträger oder Heckaufbau sowie Höhe mit Dachbox oder Aufbau. Auch die gebuchte Route und der Tarif legen fest, welche Fahrzeugkategorie passt. Fußreisende planen dagegen den Weg vom Bahnhof oder der Bushaltestelle zum Terminal und mögliche Transfers zum Schiff ein. Die Häfen haben unterschiedliche Abläufe; maßgeblich sind die Hinweise des jeweiligen Betreibers und die Angaben für die konkrete Abfahrt.
Für die Dauer der Fährfahrt sollte mitgeführtes Gepäck so gepackt sein, dass alle benötigten Dinge vor dem Abstellen des Fahrzeugs herausgenommen werden können. Auf Stena-Line-Fahrten ist das Fahrzeugdeck während der Überfahrt für Passagiere nicht zugänglich; TT-Line weist ebenfalls darauf hin, dass seine Fahrzeugdecks während der Passage geschlossen sind. Auf einer Nachtfahrt kann eine Kabine Erholung vor der Weiterfahrt ermöglichen; bei Kiel–Göteborg ist sie ohnehin Teil der vorgeschriebenen Buchung. Wer ohne eigenes Fahrzeug reist, vergleicht zusätzlich die Anschlussverbindungen am Zielhafen.
Die erste Übernachtung mitplanen
Die passende Route hängt auch davon ab, wo die erste Nacht geplant ist. Eine lange Weiterfahrt nach der Ankunft kann den Zeitvorteil einer direkten Fähre aufzehren. Legen Sie deshalb Zielregion, Ankunftszeit und Unterkunft zusammen fest. Für die Suche nach einem passenden Quartier bietet der Unterkunftseinstieg für Schweden einen Überblick. Wer Malmö oder Trelleborg anläuft, kann zunächst Skåne erkunden; Göteborg eignet sich als Auftakt für die Westküste. Für die gesamte Anreise und Reisevorbereitung in Schweden kommen neben der Fähre auch Auto oder Bahn über Dänemark infrage.
Hin- und Rückweg verbinden
Bei Rundreisen lässt sich ein anderer Rückfahrtshafen wählen, damit die Route nicht unnötig zurückführt. So kann die Hinfahrt Göteborg erschließen und der Rückweg über einen südschwedischen Hafen verlaufen.