Surahammar: Industriekultur, Natur und Wege am Wasser

Surahammar verbindet schwedische Industriegeschichte mit Wegen, Gewässern und geschützten Landschaften. Sie können hier historische Gebäude und technische Sammlungen ansehen, dem Kolbäcksån folgen oder die Natur rund um Gnien und Kohagen erkunden. Dadurch bietet der Ort unterschiedliche Tagesziele: vom Museumstag über einen Spaziergang bis zur Vogelbeobachtung und zu Aktivitäten am Wasser.

Industriegeschichte und Museen

Ein markanter Orientierungspunkt ist die Sura kyrka. Sie steht auf einer Anhöhe neben dem Strömsholmskanal und wurde von 1890 bis 1892 im neoromantischen Stil nach Plänen des Architekten Gustaf Pettersson erbaut. Bischof Gottfrid Billing weihte die Kirche ein. Im Inneren befindet sich ein Chorgemälde von Nils Aron Berge, das 1956 fertiggestellt wurde. Das Gemälde enthält mehrere hundert Figuren, darunter Ortsbewohner und das Eisenwerk.

Das Surahammars Bruksmuseum ist in einem Werkstattgebäude untergebracht. Ein Teil der Ausrüstung ist dort am ursprünglichen Standort erhalten geblieben. An diesem Ort lässt sich die gesamte Produktionskette vom Roheisen bis zu fertigen Eisenbahnrädern nachvollziehen. Eine Führung dauert ungefähr eine Stunde. Zur Sammlung gehört außerdem eine Wagenhalle mit der repräsentativen Kutsche des Patrons, der Kutsche „Kupén“ aus dem Jahr 1900, einem Leichenwagen sowie der Lokomotive Vaulunder mit zwei Wagen.

Eine andere technische Perspektive zeigt das Motorcykelmuseet Gyllene Hjulet. Dort sind Motorräder vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1970er-Jahre zu sehen; insgesamt umfasst die Ausstellung etwa 120 Objekte. Ebenfalls zur örtlichen Geschichte gehören das ehemalige Gasthaus und die frühere Werksmesse Gyllene Hjulet, die in Surahammar erhalten sind und Wandmalereien des Künstlers Jerk Werkmäster aufweisen. An die Wohnverhältnisse der Arbeitswelt erinnert das Stenhuset, das 1847 als Wohnhaus für sechs Schmiedefamilien erbaut wurde.

Surahammars Hembygdsgård liegt am Kolbäcksån und besteht aus drei hierher versetzten Gebäuden. Dort ist auch ein mechanischer Arm ausgestellt. Eine weitere historische Besonderheit ist mit dem Automobil verbunden: Schwedens erstes Auto mit Verbrennungsmotor wurde 1897 in Surahammar vom Ingenieur Gustav Eriksson hergestellt.

Wasser, Natur und Wege

Der Bruksparken ist der älteste Park in Surahammar. In der Umgebung des Ortes gibt es im Naturschutzgebiet Kohagen drei Rastplätze mit Feuerstellen und Blick auf den Kolbäcksån. Bei Gnien weitet sich der Fluss zu einem See. Gnien ist zugleich ein Vogelschutzgebiet; im Frühjahr und Herbst rasten dort zahlreiche Schwäne, Enten und Watvögel.

Die Regeln am Gnien verbinden Naturbeobachtung mit ausgewählten Aktivitäten: Während der dort geltenden saisonalen Einschränkungen sind der Besuch des Vogelbeobachtungsturms sowie Boots- und Kanufahrten durch das Schutzgebiet erlaubt. Am Magsjön verfügt das Campingbadet in der Umgebung von Surahammar über Stege, einen Sprungturm oder ein Sprungtrampolin, Streetball, ein Beachvolleyballfeld und einen Grillplatz.

Auch für längere Wege gibt es konkrete Anknüpfungspunkte. Die Etappe 8 des Bruksleden führt nach etwa fünf Kilometern am Stadtrand von Surahammar vorbei. Das Schutzgebiet Rövalls- und Stingsmossen ist ausschließlich zu Fuß über den Bruksleden erreichbar. Als Ausgangspunkte sind Surahammars Golfklubb im Süden oder Ramnäs im Westen genannt. Bei Lindmuren beginnen die Mountainbike-Strecken am Surahammars Golfklubb; an der nördlichen Zufahrt nach Surahammar liegt außerdem ein 18-Loch-Parklandplatz.

Historische Wege mit klarer Orientierung

Der gesamte historische Weg in Surahammar ist für Kinderwagen und Rollstühle zugänglich.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Surahammar.

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