Fagersta

Industriekultur und Natur in Fagersta

Fagersta verbindet die Geschichte der Eisenverarbeitung mit Wäldern, Seen und markierten Wegen. Wenn Sie eine Unterkunft in der Region suchen, treffen Sie auf unterschiedliche Reiseerlebnisse: In Fagersta stehen Museen, Sport- und Naturangebote im Mittelpunkt, während Ängelsberg mit bedeutenden historischen Anlagen und dem See Åmänningen verbunden ist.

Hüttenwerke, Museen und historische Orte

Engelsbergs bruk ist ein herausragendes Beispiel für einen einflussreichen europäischen Industriekomplex aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Anlage bewahrt eine vollständige Eisenhütte aus dieser Zeit sowie einen großen Teil ihrer technischen Ausstattung. Für die Führungen ist der Eigentümer Nordstjernan verantwortlich. Damit gehört der Ort zu den besonders anschaulichen Zielen, wenn Sie die industrielle Entwicklung Bergslagens nicht nur anhand einzelner Gebäude, sondern als erhaltene Gesamtanlage kennenlernen möchten.

Auf der Insel Oljeön im See Åmänningen bei Ängelsberg befindet sich die weltweit älteste erhaltene Erdölraffinerie. Das Museum von Oljeön kann im Sommer im Rahmen einer Führung besucht werden. Die Fähre Petrolia legt unterhalb des Bahnhofs von Ängelsberg ab; die Überfahrt nach Oljeön dauert knapp zehn Minuten. Ebenfalls in Ängelsberg zeigt der Skulpturpark Kunstwerke im Freien in der Natur neben dem Snytenån. Im Sommer werden dort jedes Jahr Kunstwerke zu einem neuen Ausstellungsthema installiert.

In Dunshammar sehen Sie gut erhaltene Rennöfen aus der Eisenzeit in ihrer ursprünglichen Umgebung. Das Fagersta Bruksmuseum widmet sich der Geschichte des Hüttenwerks und des Stahls in Fagersta; Schulklassen, Gruppen und andere Interessierte können das Museum auf Anfrage gezeigt bekommen. Zum Västanfors hembygdsgård gehören eingerichtete Museumsstuben, ein Herrenhausflügel, ein Café und ein alter Laden. Zwischen den Hütten, durch den Herrenhauspark und im Schleusenbereich lässt sich das Gelände zu Fuß erkunden. In einem Schleusenwärterhaus kann außerdem eine Keramikwerkstatt besucht werden.

Auch Trummelsbergs bruk macht die Geschichte vor Ort sichtbar. In der Landschaft sind Spuren der historischen Eisenverarbeitung erhalten. Die Anlage wurde 1622 von Olav Trummel gegründet und war bis 1907 in Betrieb. Ein Grillplatz und ein Windschutz gehören zu den vorhandenen Einrichtungen. Im Naturschutzgebiet Jättåsarna finden Sie weitere Überreste der Eisenverarbeitung, darunter Gruben, Schlackenhalden, Hausgrundrisse, Kalkbrüche und gepflasterte Wege.

Wanderwege, Seen und Aussichtspunkte

Für Wanderungen bietet Fagersta mehrere klar unterscheidbare Landschaften. Am Landsberget gibt es Höhlen und Klippen; von einem Aussichtspunkt reicht der Blick über den See Åmänningen. Auf dem Gipfel stehen Sitzgelegenheiten, ein Windschutz und ein Grillplatz bereit. Vom Frühjahr bis zum Herbst gibt es dort zusätzlich farbige Hängematten im Hängemattenwald.

Der Bruksleden führt in Fagersta über Högbyn, den mit 241 Metern über dem Meeresspiegel höchsten Punkt Fagerstas, sowie über Trummelsberg und Landsberget, den mit 217 Metern zweithöchsten Punkt Fagerstas. Die Landsbergstriangeln ist eine 16 Kilometer lange Rundwanderung durch Wälder, vorbei an mehreren Seen und Wasserläufen. Der Weg führt auch durch das Naturschutzgebiet Trummelsbergsskogen und am Naturschutzgebiet Landsberget vorbei. Im benachbarten Jättåsarna setzt sich der Bruksleden fort; durch Svartberget führt ebenfalls ein Abschnitt dieses Fernwanderwegs.

Das Naturschutzgebiet Svartberget ist durch kalkreiche Lebensräume geprägt, die seltenen Pflanzen, Orchideen und Moosen geeignete Bedingungen bieten. Dort wurden unter anderem Wespenbussard und Zwergschnäpper gesichtet. Außerdem sind die Ruine eines alten Kalkofens und höhlenartige Gruben aus der Zeit des Eisenerzabbaus zu sehen. Im Naturschutzgebiet Kråksten verlaufen zwei markierte Wanderwege von etwa 2,5 beziehungsweise 3,6 Kilometern. Dort liegt auch der Wasserfall Brudslöjan, den die Provinzverwaltung als höchsten Wasserfall Västmanlands bezeichnet; seine Fallhöhe beträgt fünf Meter.

Rad, Wasser und weitere Aktivitäten

Der 110 Kilometer lange Strömsholms kanal folgt dem Wassersystem des Kolbäcksån durch die Gemeinden Smedjebacken, Fagersta, Surahammar und Hallstahammar und führt an 14 Seen vorbei. Der Radweg am Kanal verläuft von Smedjebacken im Norden über Fagersta und Ängelsberg bis nach Västerås im Süden. Die Fahrradroute Linjan führt teilweise am Strömsholms kanal entlang und durch das Zentrum von Fagersta.

Am Fageråsen bietet der Fagersta Södra IKs cykelpark eine angelegte MTB-Strecke mit Geländebahnen von 1 bis 9 Kilometern für unterschiedliche Kenntnisstufen. Stora Abborrtjärn und Lilla Abborrtjärn nahe Högbyn sind mit Regenbogenforellen und Forellen besetzte Angelgewässer. Rund um Stora Abborrtjärn gibt es Stege, Wege sowie Feuer- und Rastplätze; das Gebiet ist barrierearm beziehungsweise zugänglichkeitsangepasst. Am See Eskiln liegt der Fagersta Wakepark, Schwedens erster Wakepark in voller Größe, mit einem Kabelbahnsystem aus sechs Türmen.

Für eine größere regionale Auswahl stehen in Mälarbygden und Bergslagen insgesamt etwa 500 Kilometer markierte Wanderwege zur Verfügung. So lässt sich Fagersta mit kurzen Naturwegen, historischen Schauplätzen am Wasser und längeren Abschnitten des Bruksleden verbinden, ohne die kulturelle Seite der Region aus dem Blick zu verlieren.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Västmanland.

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