Söderfors: Schmiedegeschichte und Parkwege
Unterkünfte in Söderfors
Wenn Sie schwedische Industriegeschichte und einen Spaziergang am Wasser in einem Aufenthalt verbinden möchten, bietet Söderfors dafür zwei unterschiedliche Schwerpunkte. Söderfors bruk wurde 1676 gegründet, um Anker für die Flotte zu schmieden. Im Engelska Parken verlaufen geschwungene Wege am Dalälven entlang; dort stehen auch ein griechischer Tempel und ein Rundweg mit Brücken und Flussblicken. Die Ortsgeschichte lässt sich so mit einer konkreten Natur- und Gehstrecke verbinden.
Vom Ankerwerk zur erhaltenen Schmiede
Die Geschichte von Söderfors bruk ist eng mit der Ankerschmiedekunst verbunden. In der erhaltenen kleineren Ankerschmiede wurde bis 1883 geschmiedet; heute dient sie als Museum. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1786 und wurde aus Schlackenstein errichtet. Es ist die kleinere der beiden erhaltenen Ankerschmieden von Söderfors bruk. Diese Angaben machen die Schmiede zu einem eigenständigen Anlaufpunkt für alle, die sich für das Handwerk hinter der Ortsgeschichte interessieren. Für die Einordnung reicht der Blick aber weiter zurück: Schon die Gründung 1676 war auf die Herstellung von Ankern für die Flotte ausgerichtet. Ab etwa 1750 erhielt Söderfors bruk außerdem eine groß angelegte Gesamtplanung, die verwirklicht wurde. Die Geschichte umfasst damit sowohl die Arbeit am Eisen als auch die Gestaltung des Ortes.
Gebäude erzählen von Arbeit und Alltag
Mehrere historische Gebäude ergänzen dieses Bild. Die weiß gekalkten Schmiedearbeiterwohnungen von Söderfors bruk wurden zwischen 1750 und 1780 errichtet. Das Änkehuset kam 1776 hinzu: Auf Initiative von Anna Johanna Grill d. ä. entstand es, um die Wohnsituation der Witwen des Eisenwerks zu verbessern. Die beiden Beispiele lenken den Blick nicht nur auf das Schmieden, sondern auch auf das Wohnen und die soziale Geschichte des Eisenwerks. Die Söderfors Hembygdsförening hat zudem eine Schmiedearbeiterwohnung für die öffentliche Besichtigung eingerichtet. So treffen in Söderfors unterschiedliche Aspekte der Vergangenheit aufeinander, ohne dass sie sich auf die Geschichte der Produktion beschränken.
Auch Baugeschichte ist im Engelska Parken vertreten. Der griechische Tempel dort wurde 1797 fertiggestellt und nach dem Vorbild des Theseus-Tempels in Athen errichtet. Zusammen mit den Gebäuden des Eisenwerks eröffnet er einen anderen Blick auf Söderfors: Hier steht die Architektur im Mittelpunkt, dort die Schmiedearbeit und das Leben rund um das Werk. Wer bei einem Aufenthalt verschiedene historische Themen aufgreifen möchte, kann diese Unterschiede als Orientierung für die eigene Auswahl nutzen.
Ein Rundweg am Dalälven
Der Engelska Parken verbindet die Bau- und Ortsgeschichte mit einem Spaziergang. Seine geschwungenen Wege verlaufen am Dalälven entlang. Ein Rundweg ist einen Kilometer lang und führt an schönen Brücken und Ausblicken über den Fluss vorbei. Die Länge gibt Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt, wenn Sie einen Spaziergang in den Tag einplanen möchten; eine Gehzeit ist damit nicht festgelegt. Parkwege und historische Gebäude setzen unterschiedliche Akzente: Der eine Schwerpunkt liegt auf der Bewegung am Fluss, der andere auf der Geschichte von Söderfors bruk und seiner Bauten.
Ortsgeschichte auf unterschiedliche Weise erleben
Auch Söderfors hembygdsgård gehört zu den Möglichkeiten, sich mit der Geschichte des Ortes zu beschäftigen. Er ist ein lebendiges Museum, in dem Teile der Geschichte von Söderfors besichtigt und erlebt werden können. Zusammen mit der als Museum dienenden Ankerschmiede und der für öffentliche Besichtigung eingerichteten Schmiedearbeiterwohnung entsteht ein vielfältiges Bild der lokalen Vergangenheit. Für Ihre Reiseplanung können Sie daher überlegen, ob Sie den Schwerpunkt eher auf Industrie- und Sozialgeschichte, auf Architektur oder auf den Spaziergang im Engelska Parken legen möchten. Söderfors verbindet diese Themen auf unterschiedliche Weise und bietet damit mehr als nur einen einzelnen historischen Blickwinkel.
Weitere Orte zum Erkunden: Karlholmsbruk, Skärplinge, Lövstabruk, Tierp.
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