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Kinda – Seen, Wanderwege und Kultur in Schweden

Unterkünfte in Kinda

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kinda zwischen Seen, Wäldern und Kulturlandschaft

Kinda zeigt Schweden als ausgeprägte Seenlandschaft mit Åsunden und Järnlunden als prägenden Seen. Der Kinda-Kanal windet sich durch die Region und bildet eine 80 Kilometer lange Wasserstraße mit 15 handbedienten Schleusen. Bei einer Bootsfahrt reicht sie von Linköping im Norden bis zu den Orten Horn und Hycklinge im Süden. An Bord werden Tages-, Abend- und kürzere Fahrten mit einem Passagierboot angeboten; der Kanal und sein Seensystem bieten außerdem einen großen Teil des Jahres gute Paddelgewässer. An allen Schleusen gibt es Kanustege zum Umtragen.

Auch an Land wechseln sich Weideland, tiefe Wälder, hügeliges Gelände, Schluchten, Felsen und zahlreiche Seen ab. Wer die Gegend mit dem Fahrrad erkunden möchte, findet im Kisa MTB Park Strecken von blauen Flowtrails bis zu schwarzen Bahnen. So stehen neben ruhigen Wassererlebnissen auch sportlichere Möglichkeiten zur Auswahl.

Wandern auf dem Östgötaleden

Der Östgötaleden führt durch die abwechslungsreiche Natur und die vielfältige Kulturlandschaft rund um Kinda. Er verbindet Kinda mit Linköping, Åtvidaberg, Ydre und Boxholm; ab Kisa besteht zusätzlich eine südliche Verbindung zum Sevedeleden in Småland. Die Etappe Kisa–Horn ist grün markiert und als leicht eingestuft. Nach Horn führt der Weg noch 14 Kilometer in einfacher Wanderung bis zur Grenze von Småland, wo der Östgötaleden in den Sevedeleden übergeht.

Mehrere Strecken machen unterschiedliche Landschaftsräume sichtbar. Bei Hallstad ängar verbindet eine etwa drei Kilometer lange Rundstrecke Hallstad ängar, Borgarmon und Klevberget. Auf Klevberget liegt der Aussichtspunkt etwa 50 Meter über dem See Järnlunden; von dort blicken Sie auf Borgarmons Laubwälder, Hallstads Wiesen und die weite Wasserfläche des Sees. Im Naturschutzgebiet Hallstad ängar stehen mehr als 200 regelmäßig beschnittene Linden, außerdem gibt es dort einen natürlichen Sandstrand am Järnlunden.

Der Wanderweg Östgötaleden führt auch durch die 800 Meter lange Humlehögsravinen. Die Schlucht hat steile Wände, in die sich ein Flusstal tief in das Gestein eingeschnitten hat. Im Naturschutzgebiet Idhult verläuft eine orange markierte Rundstrecke von etwa zwei Kilometern durch eine Kulturlandschaft mit Ursprüngen im Mittelalter. Das Dorf wurde über viele Jahrhunderte bewirtschaftet und hat seinen altertümlichen Charakter bis in die Gegenwart bewahrt.

Grotten, Uferwege und Badestellen

Im Naturschutzgebiet Trollegater befindet sich eines der größten Systeme von Urberggrotten in Schweden. Die Hauptgrotte ist insgesamt 110 Meter lang und enthält Passagen, durch die man kriechen muss. Vom Parkplatz führt ein etwa 200 Meter langer, orange markierter Wanderweg zu den Grotten. Der Parkplatz bietet Platz für etwa 15 Autos; für Busse gibt es einen eigenen Parkplatzbereich.

Auf Hackelboön führt ein etwa 500 Meter langer Weg vom Parkplatz zu einem Ufer mit natürlichem Sandstrand, das zum Baden einlädt. Die ersten 300 Meter verlaufen auf einem breiten, ebenen Weg mit feinem Kies und sind für Kinderwagen oder Rollatoren geeignet. Für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren gibt es dort fünf Naturagenten-Aufgaben. Am Åsunden finden Sie einen Badestrand mit Sandstrand, Stegen, Sprungturm, Toilette und barrierefreier Rampe. Die Badestelle Värgårdsudde liegt zentral in Kisa am Kisasjön und verfügt über einen Steg sowie einen kleinen Sand- oder Rasenstrand.

Bei Föllingsö gibt es einen Naturpfad und Informationstafeln. In einem Tal am See Nedre Föllingen liegt dort außerdem eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Gutslandschaft mit alter und abwechslungsreicher offener Kulturlandschaft, umgeben von bewaldeten Anhöhen.

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Auswanderung, Kirchen und örtliche Geschichte

Das Kisa Emigrantmuseum befindet sich in einem der ältesten Kulturhäuser Kisas aus dem 18. Jahrhundert, das mit Sundius' Auswanderungsagentur verbunden ist. Peter Cassel leitete im Mai 1845 die erste organisierte Auswanderung von 21 Personen nach Nordamerika. Ausstellungen und Klanginstallationen vermitteln die Geschichten einzelner Auswanderer; zu sehen sind Fotografien, Briefe, Dokumente und Gegenstände aus der örtlichen Umgebung.

Das lokalhistorische Archiv von Kinda in Kisas Torggatan 3 bewahrt Schriftstücke, Fotografien und Filme aus Vereinen, Unternehmen und Privathaushalten der Gemeinde. Hinzu kommt eine umfangreiche Sammlung von Briefen von Auswanderern aus Kinda, vor allem nach Amerika. In Tidersrum besitzt die Kirche hochgotische Malereien, Skulpturen aus dem frühen Mittelalter, ein Altarbild von 1695 und ein Bild des heiligen Olaf aus dem 13. Jahrhundert. Tidersrums kyrka ist die älteste Holzkirche in Östergötland und stammt aus dem 13. Jahrhundert; das Tidersrums Hembygdsmuseum zeigt dazu eine Sammlung von Gegenständen aus der örtlichen Umgebung.

Horns kyrka wurde 1754 eingeweiht und hat einen charakteristischen Turm mit einer hohen Spitze. In ihrem Inneren ist ein großer Teil der Ausstattung der mittelalterlichen Kirche in Ekeby erhalten. Einen zeitgenössischeren Kulturakzent setzt das Björkfors Arthouse in Lindgården in Björkfors: Madeleine van Nigtevecht malt dort farbenfrohe Bilder und stellt Keramik her. Das Arthouse bietet außerdem Mal- und Keramikkurse an; im Sommer finden kreative Abende statt.

Weitere Orte der Destination

Zur geografischen Orientierung in der Destination gehören Kisa, Rimforsa, Västra Eneby und Horn.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Östergötland.

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