Glanshammar: Kirche, Runensteine und Natur
Unterkünfte in Glanshammar
Glanshammar verbindet eine ausgeprägte Kulturlandschaft mit Natur- und Raderlebnissen. Für Ihre Reiseplanung ist der Ort besonders interessant, wenn Sie schwedische Geschichte mit kurzen Naturbeobachtungen, einem markierten Rundweg oder einer längeren Fahrradtour verbinden möchten.
Kirche und Kulturlandschaft von Glanshammar
Wahrscheinlich stand hier bereits im 11. Jahrhundert eine kleine Holzkirche als Vorgängerbau. Bis zum Ende des Mittelalters war die Kirche zu einem zweischiffigen Bau mit dekorativen Sterngewölben umgebaut worden. Besonders bemerkenswert sind die gut erhaltenen Decken- und Wandmalereien aus dem Jahr 1589 von Anders Jordansson Ryttare. Die Kirche zählt zu den kulturell und historisch bedeutendsten Kirchen im Örebro län und weist seltene Gewölbe- und Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert auf.
Auch die Umgebung der Kirche gehört zur Kulturlandschaft von Glanshammar. Neben dem Kirchengebäude liegt eine bedeutende archäologische Fundstätte aus der jüngeren Eisenzeit; außerdem gehören die Überreste älterer Siedlungen des Dorfes Glanshammar dazu. Acht der etwa 30 bekannten Runensteine in Närke wurden an oder bei der Kirche gefunden. Ein weiterer markanter Stein ist der zwei Meter hohe Runenstein Nä 34 Nasta. Er steht an der Landstraße zwischen Fellingsbro und Örebro, gut drei Kilometer nordwestlich von Glanshammar, und trägt eine Inschrift aus dem 11. Jahrhundert.
Das Gräberfeld von Glanshammar ergänzt diesen historischen Schwerpunkt um eine deutlich ältere Epoche. Es stammt aus der jüngeren Eisenzeit, etwa aus den Jahren 400 bis 1050 n. Chr., und umfasst drei Grabhügel, drei Steinsetzungen sowie eine Schiffssetzung mit neun aufrecht stehenden Steinen. Das Gräberfeld liegt an der Straße nördlich des Ortszentrums von Glanshammar. Dort gibt es außerdem eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, darunter die seltene Küchenschelle.
Naturreservate und Wege
Im nahe gelegenen Tåsta-Naturreservat sorgen kalkreiche Böden für zahlreiche anspruchsvolle Pflanzen und Pilze. Durch den östlichen Teil führt ein etwa 2,2 Kilometer langer, markierter Rundweg. Das macht den Ort zu einer klar umrissenen Option für einen kürzeren Naturausflug. In Tåsta naturreservat wurde im 18. Jahrhundert in der Evighetsgruvan Silbererz abgebaut. Für die Orientierung mit öffentlichen Verkehrsmitteln hält der Bus 322 westlich des Naturreservats an den Haltestellen Hagaby skola oder Backa.
Ein weiteres nahe gelegenes Gebiet ist Löreskogen. Das kommunale Naturschutzgebiet ist Teil eines größeren Erholungsgebiets bei der Ortschaft Glanshammar. In den kalkreichen Nadel- und Laubwäldern auf Marmorgrund findet sich eine Vielzahl verschiedener Kräuter- und Pilzarten. Das Naturschutzgebiet Löreskogen soll für Erholung und Freizeitaktivitäten zugänglich sein. Wer Natur und Kultur an einem Reisetag verbinden möchte, findet damit unterschiedliche Landschaftsthemen in der Umgebung von Glanshammar, ohne den Ort auf eine einzige Sehenswürdigkeit zu reduzieren.
Radroute und weitere Ausflugsziele
Für längere Fahrradtouren steht Hemfjärden runt. Die Route ist 42 Kilometer lang und führt um den westlichen Teil des Sees Hjälmaren. Sie verläuft über Glanshammar und bietet Besuchern seit mehr als 30 Jahren abwechslungsreiche Naturerlebnisse. Davon getrennt ist eine wichtige lokale Einschränkung zu beachten: Auf den Trainingsstrecken beziehungsweise Rundkursen in Skölvboslätt/Glanshammar ist Radfahren nicht erlaubt.
Als weiteres Ziel in der Gemeinde Örebro ist Tjugestasjön als Badestelle ausgewiesen.
Weitere Ortsseiten zum Vergleichen
Wenn Sie Glanshammar mit weiteren Ortsseiten vergleichen möchten, finden Sie außerdem Vintrosa, Örebro, Hampetorp, Ervalla, Odensbacken, Stora Mellösa, Kilsmo und Blacksta.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Örebro.