Ljusnarsberg – Natur, Bergbau und Kultur in Schweden
Unterkünfte in Ljusnarsberg
Ljusnarsberg verbindet ausgedehnte Wildnis, Wasserläufe und gut sichtbare Spuren der Bergbaugeschichte. Rund um den Ort erleben Sie Schweden auf markierten Wanderwegen, an Seen und in Naturreservaten, zugleich aber auch in Kirchen, Museen und historischen Gebäuden. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist besonders die unterschiedliche Prägung der Ausflugsziele interessant: Manche Wege sind kurze Rundgänge, andere gehören zu längeren Fernwanderungen; manche Kulturstätten sind zugänglich, während das Tingshuset nur von außen besichtigt werden kann.
Wasser, Wälder und Wege
Das Nittälvsdalen ist ein großes, zusammenhängendes Wildnisgebiet mit zahlreichen Naturreservaten. Der unregulierte Nittälven mündet in den See Ljusnaren neben Kopparberg. Im Tal finden Sie markierte Wege und Rastplätze für kurze und lange Wanderungen. Eine weitere Landschaft am Wasser ist das Naturreservat Brattforsen: Dort fließt der Nittälven durch steile Hänge und an Klippen vorbei und bildet an mehreren Stellen Wasserfälle. Ein etwa 3 km langer markierter Weg führt rund um das Reservat.
Das Naturreservat Djupdalshöjden gehört zu den höchsten Punkten des Bezirks. Dort verlaufen etwa 10 km markierte Wege; Schutzhütten und eine gut ausgestattete Raststuga bieten Übernachtungsmöglichkeiten. Im Winter können Sie zwischen knorrigen alten Bäumen und über offene Moorflächen auf Skiern unterwegs sein. Das kommunale Naturreservat Finnkullberget nahe dem Ort Kopparberg bewahrt alten Nadelwald und ist für die Erholung im Freien sowie für Kindergärten, Schulen und die Allgemeinheit vorgesehen.
Wanderungen mit unterschiedlichen Längen
Der 280 km lange Bergslagsleden führt in 17 Etappen durch mehrere Gebiete; drei dieser Etappen verlaufen durch die Gemeinde Ljusnarsberg. Von der Station Kopparberg führt ein Zubringerweg zum Bergslagsleden. Der Postleden ist ein 61 km langer Wanderweg zwischen Hällefors und Kopparberg. Sein Name erinnert daran, dass hier früher Brieftransporte zu Pferd oder zu Fuß verliefen. Wenn Sie eine anspruchsvolle längere Tour suchen, ist Ljusnaren runt eine 26 km lange Wanderung. Kürzer ist der orange markierte Kopparstigen: Der 2,5 km lange Weg beginnt und endet an der Ljusnarsbergs kyrka und ist ganzjährig begehbar.
Auch das Wasser lässt sich in den Aufenthalt einbeziehen. Der Badeplatz Djäken am See Ljusnaren besitzt einen flach abfallenden Strand; dort können Kanus oder Kajaks eingesetzt werden. Die Fahrradwege beginnen am Bahnhof Kopparberg. Damit stehen neben Fernwanderungen auch kürzere Möglichkeiten für Tage zur Verfügung, an denen Sie eine überschaubare Strecke oder einen Aufenthalt am See bevorzugen.
Bergbaugeschichte und Kirchen
Der Kopparstigen zeigt, wie der Bergbau den Ort vom 17. Jahrhundert an geprägt hat. Bei Finngruvorna liegen mit Kupferausfällungen verbundene, smaragdgrün wirkende und mit Wasser gefüllte Tagebaurestlöcher. Im Kaveltorps gruvmuseum sehen Sie ein Modell des Grubengebiets Kaveltorp, eine dreidimensionale gläserne Grubenkarte, Fotografien, Werkzeuge und verschiedene Erzarten. Für den Besuch ist eine Vorabreservierung per SMS erforderlich.
Die hölzerne Ljusnarsbergs kyrka stammt aus dem Jahr 1635. Ihre Innenausstattung gehört zu den am besten erhaltenen Innenausstattungen dieser Art aus dem späten 19. Jahrhundert in Schweden. Die Kirche und ihr gesamtes Umfeld gehören zu einem Gebiet von nationalem Interesse für die Kulturdenkmalpflege. Hörkens kyrka ist ein seltenes, gut erhaltenes Beispiel nationalromantischer Kirchenarchitektur mit geteerten Holzwänden und sichtbaren roten Blockecken. Zur Ausstattung gehören eine Kollektbüchse aus dem Jahr 1759, eine mit Gold, Silber und Bergkristallen gearbeitete Brautkrone sowie Fensterbilder von Nils-Aron Berge und Folke Heybroek.
Museen und historische Orte
Das 1641 errichtete Tingshuset in Kopparberg war ursprünglich Grubenstube, Büro des Grubenaufsehers, Gerichtsplatz und Versammlungsort. Heute bewahrt es einen restaurierten Gerichtssaal sowie eine restaurierte Halle mit Schablonenornamenten, Schriftbändern und Möbeln aus dem 19. Jahrhundert. Das Gebäude kann nicht betreten werden; Außenbereich und Umgebung sind jedoch zu besichtigen. Die Museen von Kopparberg behandeln unter anderem ländliche Volkskultur, Fotografie, Schuhmacherei, Goldschmiedekunst und Postgeschichte. Eine Führung dauert etwa eine Stunde.
Weitere Einblicke geben das Sädesmagasinet Högfors, ein Getreidespeicher aus dem frühen 18. Jahrhundert und eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Gemeinde Ljusnarsberg, sowie das dortige Museum zur Arbeitswelt mit Fotoausstellung und Flohmarkt. Das Postmuseum vermittelt lokale Postgeschichte; dort wurde die Tre-Skilling-Banco-Marke im Jahr 1857 abgestempelt. In Ställbergs Gruva finden Kunst, Gedanken, Arbeit und Gespräche in einer seit 1977 stillgelegten Eisenerzgrube statt. So reicht die Auswahl in Ljusnarsberg von Naturwegen und Wasser bis zu Bergbau, Handwerk und regionaler Erinnerung.
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