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Degerhamn – Kalkbrüche, Küste und Industriegeschichte

Unterkünfte in Degerhamn

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Degerhamn verbindet Wanderwege, ehemalige Steinbrüche, Wasserflächen und Zeugnisse einer langen Industriegeschichte. Wer einen Ort sucht, an dem sich Landschaft und Kulturgeschichte auf engem thematischem Raum begegnen, findet hier mehrere unterschiedliche Anlaufpunkte: vom etwa 5 Kilometer langen Bergstigen über Wege am Stora alvaret bis zu Museen, Aussichtspunkten und einem Badeplatz.

Wandern zwischen Steinbrüchen und Alvar

Der Bergstigen ist etwa 5 Kilometer lang und in drei Etappen gegliedert, die durch rote Pfeile markiert sind. Sein Verlauf führt in einen Schieferbruch mit verlassenen Rastunterständen und Dynamitlagern. Dadurch ist der Weg nicht nur eine Wanderstrecke, sondern auch eine Möglichkeit, Spuren der früheren Arbeit in den Steinbrüchen direkt in der Landschaft zu sehen.

Eine weitere Option ist der Wanderweg Kalkbrottsleden. Er führt über das Stora alvaret zu Kalksteinbrüchen, an denen verschiedene Rundwege zur Auswahl stehen. Die unterschiedlichen Wegangebote machen es möglich, die offene Landschaft und die Steinbruchbereiche in jeweils eigener Länge zu erkunden, ohne die Themen Wanderung und Industriegeschichte voneinander zu trennen.

Industriegeschichte als Teil der Landschaft

Die Wanderlandschaft von Degerhamn umfasst Steinbrüche und mehrere Fabrikruinen aus 300 Jahren Industriegeschichte. Im Fältugnsområde des Degerhamns kalkbruk stehen 20 Feldöfen zum Kalkbrennen in einer langen Reihe. Auf der Kalkgata wurden Kalkstein und Schiefer früher per Bahn von den Steinbrüchen zu den Feldöfen transportiert. Die frühere Funktion dieser Verbindung gehört damit ebenso zur Ortsgeschichte wie die erhaltenen Anlagen.

Hamneberget mit dem Lovers skifferbrott wurde 1741 von Carl von Linné besucht. Im Pavillon von Navet finden Sie Informationen zur Industriegeschichte von Degerhamn sowie verschiedene Steinmaterialien zum Erkunden; außerdem gehört ein Parkplatz zu diesem Ort. Der hohe Schornstein markiert die Ruinen des Ölands alunbruk, das 1804 gegründet wurde. Auf dem Gelände des früheren Herrenhauses entstand zudem ein Werk aus Stein von Christer Jansson und Elisabeth Sivard als Hommage an die Kunst und an die Menschen, die im Stein arbeiten und gearbeitet haben.

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Wasser, Aussicht und Badeplatz

Mehrere ehemalige Abbauorte sind heute durch Wasser und Vogelwelt geprägt. Fågelsjön ist ein See, der in einem alten Schieferbruch des Degerhamns kalkbruk entstanden ist. Stensjön wurde in den 1950er-Jahren mit Wasser gefüllt und ist ein ehemaliger Kalksteinbruch mit artenreicher Vogelwelt. Vom Aussichtspunkt an der Kalkbrottssjön bietet sich ein weiter Blick über das Alvar und den großen stillgelegten Kalksteinbruch von Cementa, der sich langsam mit Wasser füllt.

Bei Adolfshamn gibt es neben einem Strand aus Geröllsteinen einen Badeplatz. Damit ergänzt der Küstenbereich die Wege durch Steinbrüche und offene Landschaft um einen klar benannten Ort am Wasser.

Museen und maritime Zeugnisse

Das Degerhamns hembygdsmuseum zeigt Gegenstände und Fotografien zur Industrie, zum Handel und zur Schifffahrt von Degerhamn. Der Museumsleuchtturm Ingrunden besitzt eine Laterne des Leuchtturms Utgrunden im Kalmarsund. In der Konstens geologiska trädgård wird geologische Kunst in inspirierender Umgebung gezeigt. Zusammen mit den Ruinen, Feldöfen und Steinbrüchen entsteht so ein Besuchsbild, in dem die Geschichte des Materials, seine Verarbeitung und die Verbindung zum Meer an mehreren Stellen sichtbar werden.

Für die weitere Reiseplanung können Sie außerdem die Ziele Färjestaden, Grönhögen, Vanserum, Mörbylånga und Stenåsa ansehen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mörbylånga.