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Runnö – Inselnatur und Küstengeschichte

Unterkünfte in Runnö

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Runnö ist eine Insel, deren Natur, Siedlungsbild und Geschichte eng mit dem Wasser verbunden sind. Mehrere Spazierwege führen durch den Wald bis zum Wasser. Für die Anreise ist ein eigenes Boot erforderlich; in Sörgården gibt es einen öffentlichen Anleger für ankommende Boote. Damit steht bereits vor dem Aufenthalt eine konkrete Entscheidung im Mittelpunkt: Runnö lässt sich nicht wie ein gewöhnlicher Ort auf dem Festland erreichen.

Waldwege, Wasser und eine besondere Geologie

Auf Runnö verbinden mehrere Spazierwege den Wald mit dem Wasser. Auch die geologische Einordnung gehört zum Charakter der Insel: Der Sandstein von Runnö entstand vor etwa 600 bis 500 Millionen Jahren während der geologischen Periode des Kambriums. Runnö und die umliegenden kleinen Inseln liegen außerdem in der Übergangszone zwischen der Moränenschärenlandschaft im Süden und der Festgesteinsschärenlandschaft im Norden. So treffen auf engem geografischem Raum unterschiedliche Formen der Schärenlandschaft aufeinander.

Tomtningar und Spuren des Fischfangs

Auf Runnö befindet sich die größte Gruppe prähistorischer sogenannter Tomtningar entlang des Kalmarsunds. Gemeint sind niedrige steinerne Hausgrundrisse mit einfachen Überbauten, die beim saisonalen Fischfang genutzt wurden. Die meisten Tomtningar konzentrieren sich im nördlichen Teil Runnös, innerhalb von Långgloviken und Nättlevik. Dort haben wahrscheinlich einfache Gebäude als Übernachtungsplätze für Fischer gedient, die mit dem früheren sommerlichen Heringsfang verbunden waren. Alte Bootsanlandeplätze ergänzen diese Spuren der maritimen Nutzung.

Sörgården, Norrgården und das historische Dorfbild

Die Bebauung von Runnö konzentriert sich in den beiden Dörfern Sörgården und Norrgården auf der Westseite der Insel. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie verlegt: Die Gebäude um Norrgården kamen weiter nach Norden und jene um Sörgården weiter nach Süden. Zwischen den beiden heutigen Siedlungsansammlungen lag der alte Dorfplatz.

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In Sörgården liegt am Wasser eine reihenartige Siedlung. Die Bootshäuser waren zunächst an den Stegen und am Ufer angeordnet, dahinter stehen die Wohnhäuser. Scheunen und Heuschober befinden sich an der Ostseite der durchgehenden Dorfstraße. Besonders auffällig sind die Bootshäuser mit ihren markanten Überständen an einer Giebelseite; diese sind teilweise ebenso groß wie der eigentliche Raum des Bootshauses. Am Eingang zum Hafen von Sörgården steht auf Kvarneholmen die Holkkvarn-Windmühle, die als weithin sichtbares Seezeichen dient.

Eine Insel mit langer Nutzungsgeschichte

Runnö hat seit mindestens dem Mittelalter eine dauerhaft ansässige Bevölkerung. Die dauerhaft ansässige Bevölkerung stand dabei einer saisonalen Nutzung durch Fischer in einfachen Gebäuden gegenüber. Erstmals wurde die Insel um das Jahr 1300 in einer Segelbeschreibung erwähnt. Der Aalfang war die wichtigste Erwerbsgrundlage auf Runnö. Für Frauen und Kinder war außerdem das Beerenpflücken eine wichtige Einkommensquelle.

Wichtige Orientierung für den Aufenthalt

Für Runnö Rödskär gilt vom 1. April bis zum 10. Juli ein Betretungsverbot. Dieser Zeitraum ist bei der eigenen Reiseplanung zu berücksichtigen. Wer Runnö mit weiteren schwedischen Reisezielen vergleichen möchte, findet zur Orientierung außerdem Gullabo und Rugstorp.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kalmar.

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