Gullaskruv: Glasgeschichte und Radfahren
Unterkünfte in Gullaskruv
Gullaskruv lässt sich vor allem über seine Glasgeschichte und die Spuren der Eisenbahn verstehen. Das Glaswerk wurde im 19. Jahrhundert gegründet und später als Kleinglaswerk wieder in Betrieb genommen. Dazu führt die Radroute Glasbruksturen durch Gullaskruv. Diese Themen geben der Reiseplanung einen konkreten lokalen Schwerpunkt auf Industriekultur und Radfahren.
Die Geschichte des Glaswerks
Graf Axel Emil Lewenhaupt gründete Gullaskruvs glasbruk 1893 auf Gullaskruvs säteri. Die Hütte war vermutlich 1895 fertiggestellt; zu diesem Zeitpunkt begann die Produktion von Fensterglas. 1927 nahm Gullaskruvs glasbruk den Betrieb als Kleinglaswerk wieder auf. Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen: die Gründung, den vermutlich abgeschlossenen Hüttenbau mit dem Beginn der Fensterglasproduktion und die spätere Wiederaufnahme in anderer Form. So wird ein zeitlicher Verlauf in mehreren Etappen sichtbar, nicht eine einzige unveränderte Betriebsphase.
In Gullaskruv zeigt die Galerie Carlos R. Pebaque Design Carlos’ Kunstglas. Carlos arbeitet mit der von ihm entwickelten CARA-Technik: Beim Glasblasen setzt er Glasstäbe im Glas ein, um Bilder hineinzumalen. Für die Galerie galt ein saisonaler Rhythmus: Im Sommer war sie täglich geöffnet, im Winter fanden Besuche nach Vereinbarung statt. Erkundigen Sie sich vor einem Besuch nach den aktuell geltenden Zugangsmöglichkeiten.
Landschaft und Eisenbahnspuren
Am Rand von Gullaskruv liegt Högelyckes odlingslandskap, das als Gebiet mit sehr hohem Naturwert, Klasse II, eingestuft wurde. Auch das Werksgelände ist mit der Eisenbahn verbunden: Es liegt an der Strecke zwischen Nybro und Sävsjöström. Unmittelbar nördlich von Gullaskruv befinden sich am Bahndamm die sehenswerten Steinreihen, die aus dem Eisenbahnbau stammen. Dort gibt es außerdem einen Windschutz. Damit begegnet die Eisenbahngeschichte sowohl im Bezug des Werksgeländes zur Strecke als auch in den konkreten Steinreihen am nördlichen Bahndamm.
Radfahren in Gullaskruv und auf längeren Strecken
Die Radroute Glasbruksturen führt durch Gullaskruv. Von hier aus können Sie auf dem alten Abschnitt der Straße 31, auf dem Bahndamm oder auf beiden Strecken radeln. Die Wahl betrifft damit konkret den Verlauf: Straße, Bahndamm oder eine Kombination aus beidem. Wer sich für eine Variante entscheidet, kann den alten Straßenabschnitt dem Bahndamm gegenüberstellen; auch beide Strecken zusammen sind eine Möglichkeit.
Eine 65 Kilometer lange Radroute von Nybro nach Åseda verläuft ebenfalls auf einem alten Bahndamm. Auf diesem fuhren früher Züge aus der Zeit der historischen Eisenverarbeitung. In regelmäßigen Abständen führt die Route an den Glasindustriesiedlungen Orrefors, Gullaskruv, Målerås und Sävsjöström vorbei. So stehen bei dieser Strecke Radfahren, Bahntrasse und die historische Eisenverarbeitung gemeinsam im Blick. Prüfen Sie vor der Fahrt den örtlichen Zustand der Route.
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