Huse: Naturreservat, Moore und historische Spuren

Huse zwischen Naturreservat und Kulturgeschichte

Huse lässt sich über Natur, Landschaftsgeschichte und ältere Kulturspuren kennenlernen. Ein wesentlicher Bezugspunkt ist das Huse-Naturreservat mit seinem unterschiedlichen Waldbestand, feuchten Moorflächen und kalkgeprägten Lebensräumen. Ergänzend führen die Häggenås kyrka, die Ruinen ihrer mittelalterlichen Vorgängerkirche und ein großes Gebiet mit historischen Fanggruben in verschiedene Epochen der Umgebung.

Wald, Moore und kalkanzeigende Arten

Der Waldbestand des Huse-Naturreservats umfasst Fichten, Kiefern und Espen. Im westlichen Teil liegen feuchte Moorflächen, deren Wasser sehr kalkreich ist. Kalkhaltiger Boden und bewegtes Grundwasser schaffen im Reservat Bedingungen für kalkanzeigende Arten. Im Gebiet können Kranshaksmossa, Blå taggsvamp, Vispstarr und Kransrams gefunden werden; außerdem wachsen dort Orchideen und seltene Pilze. Diese Kombination aus Wald, Moor und kalkbeeinflusster Vegetation gibt dem Naturreservat einen klar erkennbaren landschaftlichen Charakter. Auch die frühere Nutzung gehört zur Geschichte des Gebietes. Im Jahr 1838 wurde der größte Teil des Huse-Naturreservats als Weideland genutzt. In den kleinen Mooren wurde früher mit der Sense gemäht; diese Praxis wird als Myrslåtter bezeichnet. Neben natürlichen Bedingungen prägten auch Weidenutzung und Mahd die Landschaftsgeschichte des Reservats. Im Gebiet des heutigen Huse-Naturreservats weidete außerdem früher Vieh, das zu einer Fäbod, einem schwedischen Sommerweidehof, gehörte. Die frühere Beweidung erleichterte es bestimmten Pflanzen und Pilzen, dort besonders gut zu gedeihen.

Häggenås kyrka und mittelalterliche Spuren

Die heutige Häggenås kyrka wurde 1837 fertiggestellt. Entworfen wurde sie vom Baumeister Lars David Geting und vom Architekten Samuel Enander vom Överintendentsämbetet. Einige hundert Meter nördlich der Kirche liegen die Ruinen ihrer mittelalterlichen Vorgängerkirche. Zu den Überresten gehören auch gezimmerte Scheunen und Vorratshäuser, sodass sich an diesem Ort nicht nur die kirchliche, sondern auch die ländliche Baugeschichte nachvollziehen lässt. Die Häggenås kyrka liegt an einem Hang unterhalb des Dorfes Österåsen und bietet Ausblicke über die bewaldete Landschaft. Damit ergänzt sie die Naturbeobachtung im Reservat um einen kulturellen Bezugspunkt, ohne dass Natur und Geschichte zu einem einzigen Schauplatz werden müssen.

Fanggruben in der näheren Umgebung

In der näheren Umgebung von Huse erstreckt sich ein Gebiet mit Fanggruben über bis zu 15 Kilometer und umfasst etwa 350 Gruben. Dieses Gebiet verteilt sich damit über eine größere Strecke und umfasst zahlreiche einzelne Gruben statt nur eines einzelnen Punktes. Diese Fanggruben wurden bereits während der Eisenzeit als Jagdmethode genutzt.

Zufahrt zum Naturreservat

Das Huse-Naturreservat ist von der E45 aus erreichbar. Folgen Sie der E45 nördlich von Östersund, biegen Sie Richtung Häggenås ab und fahren Sie anschließend links Richtung Huse und Grötom. Nach ungefähr 5 Kilometern liegt das Huse-Naturreservat auf der rechten Straßenseite. Hinter dem Dorf Huse kann die Straße durch eine Schranke gesperrt sein. Für die Orientierung vor Ort gibt es im Huse-Naturreservat eine Informationstafel.

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