Brattön – Natur, Moore und Kulturlandschaft

Brattön verbindet Inselnatur im südlichen Teil des Hakefjorden mit markanten Landschaftsformen, besonderen Pflanzenstandorten und sichtbaren Spuren früherer Nutzung. Besucher sind im Naturschutzgebiet Brattön willkommen. Für Ihre Orientierung sind vor allem drei Bereiche interessant: die steilen Naturformen der Insel, der Weg zum Store mossen und die Höhenlage rund um Blåkullen.

Landschaft und Natur auf Brattön

Das Naturschutzgebiet Brattön ist durch steile Felswände, tiefe Schluchten und grasbewachsene Plateaus geprägt. Norit ist das vorherrschende Gestein auf Brattön und gibt der Insel einen klaren geologischen Charakter. Das Schutzgebiet gehört außerdem zum Natura-2000-Netz der geschützten Gebiete der Europäischen Union.

Auch botanisch weist Brattön eine Besonderheit auf: Die Insel ist einer von zwei bekannten schwedischen Fundorten der Frühlings-Platterbse. In den Laubwäldern lebt eine artenreiche Kleinvogelfauna mit verschiedenen Grasmücken- und Meisenarten. Damit liegen auf engem Raum unterschiedliche Naturbilder nebeneinander – von felsigen Abschnitten und offenen Plateaus bis zu Wald und geschützten Senken.

Der Weg zum Store mossen

Ein steiler Pfad führt vom nordwestlichen Ufer von Brattön zum Store mossen. Das Ziel ist ein nährstoffreiches Zwischenmoor in einer geschützten, grasbewachsenen Senke auf Brattön. Der Weg verbindet somit das Ufer mit einem deutlich anderen Landschaftsraum im Inneren der Insel. Wenn Sie Natur nicht nur von der Wasserseite aus betrachten möchten, ist dieser konkrete Wechsel zwischen Küste, Pfad und Moor ein prägendes Element des Besuchs.

Brattön hat keine Gästestege. Boote können jedoch am Ufer oder an Felsen festgemacht werden. Regulärer Bootsverkehr zur Insel Brattön fährt von Rörtången ab.

Blåkullen und die Aussicht

Blåkullen ist mit 130 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Punkt in der Gegend und bietet eine außergewöhnliche Aussicht. Brattön wird manchmal Bohusläns Blåkulla genannt. Der Name verweist auf eine überlieferte kulturelle Deutung der Insel: Der Überlieferung zufolge glaubte man früher, dass Trollweiber und Hexen nach Brattön zu Hexensabbaten reisten. Diese Erzählung gehört zur historischen und sagenhaften Wahrnehmung des Ortes; sie beschreibt keine heutige Nutzung oder Veranstaltung.

Fossile Kulturlandschaft und frühere Fischzucht

Auf dem westlichen Höhenrücken von Brattön befindet sich eine fossile Kulturlandschaft. Dazu gehören alte kleine Ackerflächen, die von Steinmauern eingefasst sind. Die Flächen machen eine frühere Form der Landnutzung sichtbar und setzen einen eigenen Akzent neben den Felswänden, Wäldern und Mooren der Insel.

Auch der Store mossen besitzt eine historische Dimension. Store mossen und drei weitere wasserführende Moore waren früher Teil eines ausgeklügelten Dammsystems für die Fischzucht. Zu diesem System gehörten Dämme und Kanäle. Die Anlagen sind als frühere Nutzung überliefert und sollten deshalb nicht mit einem heutigen Fischzuchtbetrieb gleichgesetzt werden.

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