Forsbacka – Spuren des Eisenwerks am Wasser
Unterkünfte in Forsbacka
Im Zentrum von Forsbacka liegt die Stelle, an der der Storsjön in den Gavleån abfließt. Der Ort verbindet damit eine Lage am Wasser mit einer vielschichtigen Geschichte des Eisenwerks. Herrenhaus, Kirche und erhaltene Industrieumgebung setzen unterschiedliche Akzente; am See gehören ein Badeplatz, geführte Bootsfahrten und saisonal auch Kanus zu den Möglichkeiten. So können Sie Ihren Aufenthalt an historischen Orten oder an Aktivitäten rund um den Storsjön ausrichten.
Eisenwerk, Herrenhaus und Park
Die Eisenverarbeitung in Forsbacka reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. 1651 erhielt der Ort von Königin Kristina einen Privilegienbrief, der eine Hammerschmiede und zwei Herde genehmigte. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Forsbacka Bruk zu einer für ihre Zeit modernen Großindustrie. Die Hochöfen waren bis 1953 in Betrieb; das letzte Walzwerk wurde 1981 stillgelegt. Auf dem Gelände ist eine Industrieumgebung aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Besucher können zwischen Gebäuden aus der Blütezeit des Eisenwerks spazieren und an Führungen teilnehmen. Erkundigen Sie sich beim Betreiber nach den jeweiligen Tourarrangements.
Das Herrenhaus Forsbacka wurde 1777 erbaut. Gustav III. besuchte Forsbacka Bruk 1792 und übernachtete im Herrenhaus. Dort sind unter anderem Holzarbeiten, Türen, Türbekrönungen, Kachelöfen und Wanddekorationen erhalten. Der Park am Herrenhaus wurde in den 1790er-Jahren in Richtung des englischen Parkideals umgestaltet; Besucher können durch den Englischen Park spazieren. Neben dem Herrenhaus liegt Bruksparken, der für Erholungszwecke wie Spaziergänge genutzt wird. Zusammen erzählen die historischen Gebäude, die erhaltenen Innenausstattungen und die Parkanlagen verschiedene Kapitel des Ortes, ohne dass dafür ein einziges Thema den Besuch bestimmen muss.
Kirche und historische Spuren
Die Kirche von Forsbacka wurde am 7. Juni 1965 eingeweiht und hat einen schiffsförmigen, achteckigen Grundriss. Ihr Altar besteht aus Schlackenstein vom Forsbacka Bruk. Auch die Ortsgeschichte des Gottesdienstes ist mit dem Herrenhaus verbunden: Das dazugehörige Orangeriegebäude war der erste Gottesdienstraum des Ortes. Architektur und Material stellen so einen greifbaren Bezug zur Industriegeschichte her.
Eine weitere historische Spur ist die als Rysstenen bezeichnete Steinstele. Ihre Inschrift handelt von Straßenarbeiten russischer Gefangener im Jahr 1790; die Stele steht im Zusammenhang mit dem Russischen Krieg Gustav III. von 1788 bis 1790. Auf einer Karte des Forsbacka Bruk von 1798 ist außerdem eine von russischen Gefangenen angelegte Straße als „Ryss Wägen“ verzeichnet. Sie führte vom Bereich um den Hochofen durch den Ort, ungefähr entlang der heutigen Storgatan und weiter auf der Strömsgatan bis zum Hafen. Die ungefähre Linienführung und die überlieferten Straßennamen machen diese Geschichte besonders anschaulich.
Storsjön und Aktivitäten im Freien
Laduholmen ist ein Seebad am Storsjön mit Sandstrand. Der Bus 91 fährt bis zur Haltestelle Forsbacka Konsum, etwa 600 Meter von Laduholmen entfernt; prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Für eine geführte Fahrt über den Storsjön fährt das Ausflugsschiff M/S Emma von Forsbacka ab. Wenn Sie diese Angebote in Ihre Planung aufnehmen, lohnt sich ein Blick auf Fahrplan und Termine.
Im Sommer können Kanus bei Forsbacka Bruk über Labbis gemietet beziehungsweise gebucht werden. Labbis befindet sich im ehemaligen Laboratorium des Forsbacka Bruk und wird als Crêperie, Restaurant, Bar und Café betrieben; angeboten werden Kaffee, Speisen und Getränke. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den aktuellen Öffnungsstatus und das Angebot. Damit stehen neben dem industriellen Erbe auch Bade- und Wasseraktivitäten zur Auswahl, wobei die genannten saisonalen Angebote jeweils eine eigene Planung erfordern.
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