Sollerön

Kulturgeschichte auf Sollerön

Wenn Sie Schweden nicht nur über Landschaften, sondern auch über seine Geschichte kennenlernen möchten, bietet Sollerön einen klaren kulturellen Schwerpunkt. Die eisenzeitlichen Gräberfelder auf Sollerön sind die größten und am besten erhaltenen Gräberfelder in Dalarna. Ihre Größe und die dort gefundenen Funde zeigen, dass Sollerön während der Wikingerzeit eine Blütezeit erlebte.

Besonders anschaulich wird dieser Abschnitt der Ortsgeschichte rund um das Freilichtmuseum Hembygdsgården. Das Museum vermittelt die Geschichte von Sollerön; neben ihm liegen zwei Gräberfelder aus dem späten Wikingerzeitalter. Sie werden auf die Jahre 950 bis 1050 n. Chr. datiert. Dadurch stehen Museum und archäologische Zeugnisse in einem unmittelbar benachbarten Zusammenhang, ohne dass die Geschichte auf einen einzelnen Ausstellungsraum beschränkt bleibt.

Ein weiteres markantes Bauwerk ist die Sollerö-Kirche. Sie wurde von 1780 bis 1785 im gustavianischen Stil erbaut. Zusammen mit den Gräberfeldern und dem Freilichtmuseum ergibt sich ein breites zeitliches Spektrum: von der Eisenzeit über die Wikingerzeit bis zur Baugeschichte des späten 18. Jahrhunderts.

Wege, Natur und historische Spuren

Der Kulturstigen auf Sollerön ist 3,2 km lang. Davon sind 2,5 km für Menschen mit Behinderungen geeignet. Für Ihre Planung ist es sinnvoll, die Gesamtlänge des Weges und den ausdrücklich genannten geeigneten Abschnitt getrennt zu betrachten. Der Name des Weges verweist dabei bereits auf die Verbindung von Bewegung und Kulturgeschichte, während die Gräberfelder und die Kirche eigenständige historische Themen bilden.

Auch die Naturgeschichte der Umgebung ist konkret fassbar. Das Naturschutzgebiet Agnmyren liegt auf Sollerön im nördlichen Teil des Siljan. Innerhalb des Naturschutzgebiets befindet sich Silvergruvan, ein kleiner Kalksteinbruch, in dem Zinkblende und Bleiglanz abgebaut wurden. Die frühere Nutzung als Abbauort ergänzt den landschaftlichen Charakter des Schutzgebiets um ein geologisches und wirtschaftsgeschichtliches Detail.

Handwerk und saisonale Eindrücke

In der Sollerö Vävstuga sind sowohl Anfänger als auch erfahrene Weber willkommen. Dort besteht die Möglichkeit, nach eigenen Wünschen zu weben. Zusätzlich gibt es in der Vävstuga Kunsthandwerk aus der Region, das teilweise zum Verkauf angeboten wird. Für Reisende, die neben Museen und Bauwerken auch einen praktischen Zugang zur regionalen Kultur suchen, bildet die Webstube damit einen eigenen Schwerpunkt.

Eine jahreszeitlich besondere Facette bietet die Lärkastugan: Im Herbst können Besucher im Garten spazieren und Äpfel probieren. Dieser Aufenthalt verbindet den Garten mit einem konkreten saisonalen Erlebnis und setzt einen ruhigeren Akzent neben den archäologischen und handwerklichen Themen.

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