Djura
Dorfstruktur und Kulturlandschaft
Wenn Sie in Schweden einen Ort mit deutlich erkennbarem ländlichem Charakter suchen, bietet Djura eine ungewöhnliche Verbindung aus Dorfstruktur, Kulturlandschaft und regionaler Baugeschichte. Djura bewahrt eine ungewöhnlich umfangreiche Dorfstruktur, in der sich ein geschlossenes Haufendorf mit einem Straßendorf verbindet. Viele ältere Gebäude sind erhalten.
Südlich von Djura erstreckt sich eine große offene Kulturlandschaft über wellige, weitläufige Sandböden. In der näheren Umgebung von Djura bilden Djurån und Svartån nahe dem Österdalälven steilere Schluchten, die als „sjölar“ bezeichnet werden. Der Begriff gehört zur beschriebenen Landschaftsform und steht neben der offenen Kulturlandschaft für eine weitere, deutlich gegliederte Seite der Umgebung.
Auch die erhaltenen Höfe gehören zum Charakter des Ortes. In Djura sind mehrere ältere Höfe erhalten, die an zwei oder drei Seiten umbaut sind; außerdem gibt es einen vierseitig umbauten Hof. Die unterschiedlichen Hofanlagen zeigen, wie vielfältig die überlieferte ländliche Bebauung innerhalb des Ortes ist.
Weg und Gewerbegeschichte am Djurån
Der Wanderweg entlang des Djurån ist ein etwa 2 km langer Spazierweg mit markiertem Pfad, beschreibenden Informationstafeln und einfachen Rastplätzen. Entlang des Weges werden frühere wasserbetriebene Gewerbe und Anlagen nachvollziehbar. Dazu gehören Hüttenwerke, Mühlen, Sägewerke, Schmieden und Walkmühlen. Der Weg verbindet damit eine kurze Spazierstrecke mit Informationen über die frühere Nutzung der Wasserkraft, ohne dass die einzelnen Anlagen zu einem einheitlichen heutigen Betrieb zusammengefasst werden.
Hembygdsgård und traditionelle Bauweise
Die Hembygdsgård in Djura entstand Anfang der 1930er-Jahre aus einer örtlichen Initiative. Anlass war der Wunsch, Nises källarstuga davor zu bewahren, außerhalb des Ortes verkauft zu werden. Nises källarstuga stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und besitzt eine vollständig mit Dalmålningar an den Wandtäfelungen gestaltete Innenausstattung.
Die Gebäude der Djura Hembygdsgård sind um einen Innenhof gruppiert und wurden aus verschiedenen Dörfern in Djura hierher versetzt. Sie zeigen die traditionelle ländliche Bauweise der Region aus dem 17. und 19. Jahrhundert. Auf dem Gelände der Hembygdsgård ist das Sommarfesten eine jährlich wiederkehrende Tradition mit Musik, Gesang, Rednern und anschließendem Kaffee.
Kirchliche Orte und lokale Erinnerung
Bei der Djura kyrka steht seit Herbst 2016 eine Bronzestatue von Vackra Carin. Die Djura kyrka ist werktags von 9:30 bis 15:00 Uhr sowie am Wochenende im Zusammenhang mit Gottesdiensten und Konzerten geöffnet. Djura kapell ist eine Saalkirche.
Auch der Friedhof von Djura bewahrt eine besondere kulturhistorische Spur. Auf mehreren Grabmalen erscheint ein Name auf einem Stein als Hofname und auf einem anderen als Familienname. Diese Verbindung hat einen sehr hohen kulturhistorischen Wert und verweist auf die unterschiedliche Verwendung von Namen innerhalb der örtlichen Überlieferung.
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