Garpenberg

Garpenberg verbindet schwedische Bergbaugeschichte mit kurzen und längeren Wegen durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur und Bewegung verbinden möchten, finden Sie hier historische Gebäude, Grubenorte, einen botanischen Park und mehrere Wege. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist besonders interessant, ob Sie den Schwerpunkt auf die Baugeschichte von Garpenberg oder auf Wanderungen und Wege rund um Wasser und frühere Bergbauanlagen legen.

Bergbaugeschichte und historische Orte

Bei Garpenbergs bruk wird seit dem 13. oder 14. Jahrhundert Bergbau betrieben. Garpenbergs bruk und das Herrenhaus waren lange Zeit mit der Garpenberg-Grube verbunden. Das heutige Hauptgebäude von Garpenbergs herrgård wurde aus Stein nach Plänen von C. C. Gjörwell errichtet, die 1801 unterzeichnet wurden. Von den ursprünglich vier Flügelgebäuden sind drei erhalten; sie wurden um 1760 aus Stein errichtet. Auch die religiösen Bauwerke bewahren Spuren dieser Geschichte. Die aus dem frühen 17. Jahrhundert stammende Garpenbergs Gruvkapell ist die einzige oberirdische Bergbaukapelle Schwedens, die noch aktiv genutzt wird. Besichtigungen können über den Heimatverein Garpenbergs gebucht werden. Die Garpenbergs kyrka ist eine Jugendkirche aus dem 18. Jahrhundert, bekannt für ihre hohen roten Bänke und die große Christusstatue auf dem Altar. Unter der Kirche befindet sich ein 50 Meter langer Bergbauschacht, der Stollen oder Carls stoll genannt wird. Garpenbergs Gammelgård ist ein Freilichtmuseum mit etwa zehn älteren Gebäuden. Geführte Besichtigungen können ebenfalls über den Heimatverein Garpenbergs gebucht werden. Im Rahmen eines Aufenthalts auf Garpenbergs Slott können geführte Touren gebucht werden. Eine andere, ruhigere Facette zeigt Garpenbergs arboretum: Der kleine botanische Park umfasst ungewöhnliche Bäume und Pflanzen, vor allem Nadelgehölze wie Fichten und Thujen.

Wanderwege zwischen Gruben, See und Bahntrasse

Die Bensåsleden ist eine etwa 19 Kilometer lange Rundschleife von Garpenberg nach Bensåsen und zur nahe gelegenen Bensåsgruvan. An der Bensåsgruvan liegt Morfars ort, ein Grubenstollen, den man betreten kann. Auf dem Rückweg folgt die Bensåsleden einem alten Kirchenpfad. Kürzer ist die Dammsjöleden, ein knapp 5 Kilometer langer Weg um den Finnhytte Dammsjön. Die Strecke führt sowohl an stillgelegten Gruben als auch am modernen Bergbaugebiet von Garpenberg vorbei. Entlang des Weges gibt es mehrere Rastplätze mit Windschutzhütten und Grillplätzen. Am Auslauf des Gruvsjön befinden sich neben dem Strand Klondyke die Ruinen einer Aufbereitungsanlage; dort liegt außerdem ein großes Gebiet mit Schlackenhalden. Für Spaziergänge, Radtouren und Ausritte ist Banvallen hergerichtet. Der Weg folgt größtenteils dem früheren Bahndamm der Eisenbahnstrecke Gruvgården-Fors und bietet Ausblicke über den Gruvsjön. Auch der Pilgrimsleden verläuft auf der Banvallen. Der hölzerne Förderturm von Intrånget bietet weite Ausblicke und ergänzt die historischen Stationen im Umfeld.

Anreise und weitere Reiseauswahl

Die nächstgelegenen Bushaltestellen zu den Startpunkten der Banvallen sind Garpenbergs kyrka und Garpenbergs herrgård. Zwischen dem Reisezentrum Hedemora und Garpenberg besteht ein regelmäßiger Busverkehr von Dalatrafik. Das hilft bei der Planung, wenn Sie Ihre Tage nicht ausschließlich mit dem Auto gestalten möchten. Für die weitere Reiseauswahl können Sie außerdem Stjärnsund, Vikmanshyttan und Hedemora einbeziehen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hedemora.

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