Der Wasalauf – das schwedische Nationalfest

Dario Cologna (Schweiz) beim Zieleinlauf 2016
Dario Cologna (Schweiz) beim Zieleinlauf 2016
(3) Bewertungen: 2

Diese Bezeichnung ist nicht übertrieben, denn der jährlich am ersten Märzsonntag stattfindende Skilanglauf ehrt den Begründer des heutigen schwedischen Königreichs, den späteren König Gustav Eriksson Wasa. Die Streckenführung zwischen den Orten Sälen und Mora in der Provinz Dalarna ist ebenfalls historisch begründet. Mit mehreren tausend Teilnehmern hauptsächlich aus Schweden und Skandinavien ist eine Grenze auch für Volkssportler erreicht, so dass seit einigen Jahren mehrere kürzere Wettbewerbe ausgetragen werden, die eine Woche vorher beginnen und als Wasawoche bezeichnet werden.

Die Geschichte zum Lauf

Im Jahr 1520 befand sich Schweden in einer Union mit Dänemark, aber der dänische König war bei den Schweden nicht beliebt. Der 24-jährige Aufständische Gustav Eriksson wird gefangen genommen, doch ihm gelingt die Flucht. Die Lokalbevölkerung schützt ihn zwar vor dänischen Verfolgern, enttäuscht ihn aber mit ihrer Zurückhaltung im Kampf gegen die Dänen. Als sich die Haltung der Bevölkerung ändert, wird Gustav verfolgt und schließlich eingeholt. Die Nachricht der Zustimmung, mit Gustav in den Krieg zu ziehen, überbringen die tüchtigsten Skiläufer – über die 90 Kilometer lange Strecke zwischen Sälen und Mora. 1523 wird Schweden unabhängig und Gustav Wasa zum König gekrönt.

Wasalauf 2017

Zwischen dem 24. Februar und dem 5. März 2017 laufen 60.000 Teilnehmer aus über 50 Nationen auf der historischen Route durch die Provinz Dalarna. Darunter werden etwa 400 deutsche Teilnehmer sein. Zehn verschiedene Läufe bedienen Zielgruppen wie Jugendliche, Damen, Staffel- und Nachtläufer. 90 Kilometer lang ist die Wettbewerbsstrecke von Sälen nach Mora, die die Läufer im klassischen Stil überwinden. Seit 1922 haben sich insgesamt über eine Million Wintersportler über die historische Loipe gekämpft. Der bisher einzige Sieger, der nicht aus Skandinavien oder Finnland stammt, ist der DDR-Skilangläufer Gerd-Dietmar Klause im Jahr 1975. Heute ist der Lauf Kult und zwei Millionen Zuschauer verfolgen ihn im Fernsehen. Der Lauf ist außerdem Teil des „schwedischen Klassikers“, einer Kombination von vier sportlichen Wettbewerben. Neben dem Wasalauf absolvieren ambitionierte Schweden je einen Wettbewerb im Schwimmen, Radfahren und Crosslauf. Wer innerhalb eines Jahres die vier Ziellinien überquert, bekommt ein Diplom.

visitsweden.de / nordlicht verlag

Foto: © Vasaloppet/Ulf Palm

Datum: 07.02.2017

Deine Meinung

Bewertung (5 ist super, 1 ist nicht so toll):  

Kommentar (0)

Keine Kommentare

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

Weihnachtsmänner und Welterbe in Falun
Das Kupferbergwerk Falun war über Jahrhunderte Schwedens Schatzkammer und lieferte im 17. Jahrhundert zwei Drittel der weltweiten Kupferproduktion. Aus den hier gewonnenen Kupferpartikeln wird bis heute die typische rote Farbe der schwedischen Sommerhäuser hergestellt. Auch im deutschsprachigen Raum ist die Grube bekannt, denn deutsche Schriftsteller wie E.T.A Hoffmann befassten sich in Erzählungen mit dem geheimnisvollen Ort.
Glaskunst in Östergötland
Diese Region südlich von Stockholm weist zahlreiche beliebte Ausflugsziele auf. Sie reichen vom Götakanal und seinen Schleusen zwischen Ostsee und Vättersee über das Schloss und Kloster Vadstena bis hin zur aufstrebenden Provinzhauptstadt Linköping mit Dom, Universität und dem schwedischen Luftwaffenmuseum. Auch die Ostseeküste darf nicht fehlen, denn der Schärengarten vor Valdemarsvik ist eine Perle an der schwedischen Ostküste. Mit dem Tierpark Kolmården bei Norrköping wartet der größte Zoo Nordeuropas auf seine jährlich tausenden Besucher.
Der Wasalauf – das schwedische Nationalfest
Diese Bezeichnung ist nicht übertrieben, denn der jährlich am ersten Märzsonntag stattfindende Skilanglauf ehrt den Begründer des heutigen schwedischen Königreichs, den späteren König Gustav Eriksson Wasa. Die Streckenführung zwischen den Orten Sälen und Mora in der Provinz Dalarna ist ebenfalls historisch begründet. Mit mehreren tausend Teilnehmern hauptsächlich aus Schweden und Skandinavien ist eine Grenze auch für Volkssportler erreicht, so dass seit einigen Jahren mehrere kürzere Wettbewerbe ausgetragen werden, die eine Woche vorher beginnen und als Wasawoche bezeichnet werden.