Värmland Dalarna

Der See Stora Gla in Värmland Der See Stora Gla in Värmland

Die Landschaften Värmland und Dalarna nehmen den nordwestlichen Teil Mittelschwedens ein und sind größtenteils dünn besiedeltes bergiges Waldland – ideal für einen Urlaub in der unberührten Natur Schwedens. In beiden Provinzen befinden sich einige herausragende Sehenswürdigkeiten, die den Urlaub in Schweden zum Erlebnis machen.

Zu Värmland gehört das gesamte Nordufer des Vänersees, das hier einen schärenartigen Charakter mit vielen kleinen Inseln und Buchten aufweist. In der Hauptstadt Värmlands, Karlstad, mündet der Klarälv in den Vänersee. Er ist einer der längsten Flüsse Schwedens und überwindet von der Quelle in Norwegen mehr als 600 Höhenmeter. Bis 1990 wurde auf dem Fluss noch Holz geflößt, heute kommen nur noch Touristen in den Genuss einer Floßfahrt auf dem imposanten Fluss. Das Hochland Värmlands ist ein begehrtes Ziel für den Schwedenurlaub. Ein Blick über das weitgestreckte, von schmalen Flüssen und Seen durchzogene Waldgebiet vermittelt einen authentischen Eindruck von den Dimensionen schwedischer Natur. Im kleinen Ort Långban bei Filipstad befindet sich eine der artenreichsten Mineraliensammlungen Europas, meist aus lokalen Fundorten gespeist.

Dalarna schließt sich östlich an Värmland an. Der wohl bekannteste Ort in Dalarna (dt.: die Täler) ist das Wintersportzentrum Falun. Aber auch Sälen und Idre im nördlichen Teil sind bekannte Zentren für den Winterurlaub. In Sälen startet der jährliche Wasalauf über mehr als 80 Kilometer und tausenden Teilnehmern. Beliebtes Ziel für Touristen ist die Landschaft rings um den Siljansee. Hier ist auch die Heimat des im Ausland wohl bekanntesten Schweden-Souvenirs, des rot oder blau gefärbten und grob geschnitzten Holzpferdes, des Dala-Pferds (Dalahäst). Besonderer Anziehungspunkt für Familien ist das Sommerland in Leksand. Ganz in der Nähe, in Rättvik, entstand in einem Kalksteinbruch die Freilichtbühne Dalhalla mit 4000 Besucherplätzen. Falun und Borlänge gehören zum mittelschwedischen Bergbaugebiet, in dem früher Kupfer- und Eisenerz zum Reichtum des Landes beitrugen. Aus dem Kupfererz wurde die für Schwedens Ferienhäuser typische rote Farbe gewonnen, das Falun-Rot.

Nicht allzu weit von der Mälarregion um Stockholm entfernt, bilden Värmland und Dalarna lohnenswerte Ausflugsziele im Schwedenurlaub und sind natürlich auch als ständiges Quartier in abwechslungsreicher Landschaft sehr zu empfehlen.

Foto: © Wikimedia.de / Jörg Zipperer CC BY-SA3.0

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News

Weihnachtsmänner und Welterbe in Falun
Das Kupferbergwerk Falun war über Jahrhunderte Schwedens Schatzkammer und lieferte im 17. Jahrhundert zwei Drittel der weltweiten Kupferproduktion. Aus den hier gewonnenen Kupferpartikeln wird bis heute die typische rote Farbe der schwedischen Sommerhäuser hergestellt. Auch im deutschsprachigen Raum ist die Grube bekannt, denn deutsche Schriftsteller wie E.T.A Hoffmann befassten sich in Erzählungen mit dem geheimnisvollen Ort.
Glaskunst in Östergötland
Diese Region südlich von Stockholm weist zahlreiche beliebte Ausflugsziele auf. Sie reichen vom Götakanal und seinen Schleusen zwischen Ostsee und Vättersee über das Schloss und Kloster Vadstena bis hin zur aufstrebenden Provinzhauptstadt Linköping mit Dom, Universität und dem schwedischen Luftwaffenmuseum. Auch die Ostseeküste darf nicht fehlen, denn der Schärengarten vor Valdemarsvik ist eine Perle an der schwedischen Ostküste. Mit dem Tierpark Kolmården bei Norrköping wartet der größte Zoo Nordeuropas auf seine jährlich tausenden Besucher.
Der Wasalauf – das schwedische Nationalfest
Diese Bezeichnung ist nicht übertrieben, denn der jährlich am ersten Märzsonntag stattfindende Skilanglauf ehrt den Begründer des heutigen schwedischen Königreichs, den späteren König Gustav Eriksson Wasa. Die Streckenführung zwischen den Orten Sälen und Mora in der Provinz Dalarna ist ebenfalls historisch begründet. Mit mehreren tausend Teilnehmern hauptsächlich aus Schweden und Skandinavien ist eine Grenze auch für Volkssportler erreicht, so dass seit einigen Jahren mehrere kürzere Wettbewerbe ausgetragen werden, die eine Woche vorher beginnen und als Wasawoche bezeichnet werden.